Zu viel Hass, zu wenig Krimi.

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ananas Avatar

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An der polnischen Küste, nicht weit von der deutschen Grenze, wird ein Urlauber tot am Strand aufgefunden. Alles deutet zunächst auf ertrinken hin, doch in seinem Rachen steckt ein großer Bernstein. Gleichzeitig verschwindet spurlos ein kleines Mädchen, die mit dem Toten unterwegs war und zu der gleichen Urlaubergruppe gehörte.
Es beginnt ein Rennen gegen die Zeit.
Doch während die Ermittler nach dem kleinen Mädchen suchen, werden weitere Urlauber umgebracht.
Welche Geheimnisse hütet die Gruppe?

Die Geschichte wird komplett aus der Sicht von Lena Schuldt erzählt. Sie ermittelt von der deutschen Seite aus an dem Fall und stößt dabei an ihre Grenzen. Sie ist in einem deutschen Dorf auf der anderen Seite der Küste aufgewachsen. Ihre Kindheit war düster, ihre besten Freunde - Nazis. Zwar hat sie es geschafft ihr Leben zum Guten zu wenden, dennoch hat diese Zeit sehr auf ihren Charakter abgefärbt.
Meiner Meinung nach zu sehr. Die sich ständig wiederholenden Ausländerklischees, sind irgendwann einfach nur nervig.
Dadurch, dass man die Geschichte nur durch die Protagonistin erlebt, waren somit alle Charatere unsympathisch. Entweder war man der hochnäsige Deutsche oder der hinterlistige „Polacke“. Anstrengend.

Für mich persönlich zog sich die Handlung ewig, ständig begleitet von ausländerfeindlichen Aussagen und hysterischen Nebenfiguren.
Was mich ebenfalls gestört hat sind die vielen Theorien, die im Laufe der Geschichte von den Ermittlern aufgestellt wurden. Denn nach jeder Befragung, jedem Indiz werden die Karten wieder neugemischt und alle Theorien verworfen. Diese Unbeständigkeit hat mir einiges an Spannung genommen.

Zu viel Hass, zu wenig Krimi.
Diesmal war es leider nichts für mich.