Historischer Insel-Roman mit rauer Nordsee-Atmosphäre
Das Buch entführt uns auf die Nordseeinsel Norderney im Jahr 1860 und erzählt die Geschichte von Onnen, einem ziemlich vom Leben gezeichneten Mann, der abseits des Dorfes in einer selbstgebauten Hütte lebt. Nach einer heftigen Nacht voller Alkohol und Reue wacht er mit üblen Kopfschmerzen auf und muss feststellen, dass ein heftiger Sturm aufzieht, während er eigentlich seine neue Arbeit am Conversationshaus beginnen sollte. Am Strand bemerkt er zusammen mit den anderen Inseleinwohnern eine Frau und ein Kind, die in einem kleinen Boot hilflos in einer gefährlichen Strömung aufs offene Meer hinausgezogen werden. Der Roman ist im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen und eignet sich durch seine historischen Themen und die reifere Erzählweise am besten für Jugendliche ab 15 Jahren sowie für Erwachsene, die historische Familiensagas mögen.
Das Cover gefällt mir richtig gut, weil es die Stimmung der Nordsee perfekt einfängt. Man sieht eine Frau mit langen, roten Haaren im Wind an einem stürmischen Strand stehen, während im Hintergrund die Wellen hochschlagen. Das spiegelt den rauen, windigen Vibe der Insel Norderney und den Titel des Buches super wider und würde mich im Buchladen definitiv neugierig machen.
Besonders gut gefallen hat mir die unglaublich dichte und authentische Atmosphäre der Insel. Man kann den kalten Wind, den nassen Sand und den salzigen Geschmack der Luft beim Lesen förmlich spüren. Auch der Einstieg mit Onnens Albtraum vom ertrinkenden Wasser und seinem riesigen Bernhardiner Outsmann hat mich sofort in die Geschichte hineingezogen. Die Kulisse von 1860 mit den alten Deichen, Badekutschen und Eselskarren wirkt total gut recherchiert und lebendig.
Was mir hingegen nicht so gut gefallen hat, war der extrem langsame Start der Handlung. Es dauert ziemlich lange, bis Onnen überhaupt seine Hütte verlässt, seine Tiere versorgt und endlich am Strand ankommt, wo das eigentliche Drama mit dem Boot passiert. Für meinen Geschmack zieht sich dieser morgendliche Ablauf nach dem Aufwachen ein bisschen zu sehr in die Länge, wodurch die Spannung am Anfang etwas auf der Strecke bleibt.
Der Schreibstil von Miriam Georg ist sehr bildhaft, ruhig und angenehm zu lesen, sodass man sich jede Szene sofort wie im Film vorstellen kann. Der Spannungsaufbau setzt erst recht spät ein, als das kleine Boot in der Strömung gesichtet wird und die dunkle Regenwand am Horizont aufzieht, wird dann aber sofort fesselnd. Onnen als Charakter wirkt auf den ersten Blick sehr verschlossen, rau und unnahbar, aber durch seine inneren Monologe und seine geheimnisvolle Vergangenheit rund um eine gewisse Marie merkt man schnell, dass viel mehr hinter seiner harten Fassade steckt.
Das Buch ist perfekt geeignet für Leser, die historische Romane, dramatische Lebensgeschichten und eine raue, norddeutsche Kulisse lieben. Wer allerdings nach einem rasanten, actionreichen Abenteuer oder einer schnellen Liebesgeschichte sucht, wird hier wahrscheinlich eher weniger glücklich, da das Erzähltempo doch sehr gemächlich ist.
Alles in allem erwarte ich von der vollständigen Geschichte ein tiefgründiges und emotionales Drama vor einer tollen historischen Kulisse, bei dem Onnens Vergangenheit Stück für Stück aufgerollt wird. Ich bin vor allem gespannt, ob er trotz seiner Kopfschmerzen und seiner Abneigung doch noch rausfährt, um die Personen aus dem Boot zu retten. Nach dieser Leseprobe würde ich das Buch auf jeden Fall weiterlesen, weil mich das Schicksal von Onnen und die stürmische Atmosphäre neugierig gemacht haben.
Das Cover gefällt mir richtig gut, weil es die Stimmung der Nordsee perfekt einfängt. Man sieht eine Frau mit langen, roten Haaren im Wind an einem stürmischen Strand stehen, während im Hintergrund die Wellen hochschlagen. Das spiegelt den rauen, windigen Vibe der Insel Norderney und den Titel des Buches super wider und würde mich im Buchladen definitiv neugierig machen.
Besonders gut gefallen hat mir die unglaublich dichte und authentische Atmosphäre der Insel. Man kann den kalten Wind, den nassen Sand und den salzigen Geschmack der Luft beim Lesen förmlich spüren. Auch der Einstieg mit Onnens Albtraum vom ertrinkenden Wasser und seinem riesigen Bernhardiner Outsmann hat mich sofort in die Geschichte hineingezogen. Die Kulisse von 1860 mit den alten Deichen, Badekutschen und Eselskarren wirkt total gut recherchiert und lebendig.
Was mir hingegen nicht so gut gefallen hat, war der extrem langsame Start der Handlung. Es dauert ziemlich lange, bis Onnen überhaupt seine Hütte verlässt, seine Tiere versorgt und endlich am Strand ankommt, wo das eigentliche Drama mit dem Boot passiert. Für meinen Geschmack zieht sich dieser morgendliche Ablauf nach dem Aufwachen ein bisschen zu sehr in die Länge, wodurch die Spannung am Anfang etwas auf der Strecke bleibt.
Der Schreibstil von Miriam Georg ist sehr bildhaft, ruhig und angenehm zu lesen, sodass man sich jede Szene sofort wie im Film vorstellen kann. Der Spannungsaufbau setzt erst recht spät ein, als das kleine Boot in der Strömung gesichtet wird und die dunkle Regenwand am Horizont aufzieht, wird dann aber sofort fesselnd. Onnen als Charakter wirkt auf den ersten Blick sehr verschlossen, rau und unnahbar, aber durch seine inneren Monologe und seine geheimnisvolle Vergangenheit rund um eine gewisse Marie merkt man schnell, dass viel mehr hinter seiner harten Fassade steckt.
Das Buch ist perfekt geeignet für Leser, die historische Romane, dramatische Lebensgeschichten und eine raue, norddeutsche Kulisse lieben. Wer allerdings nach einem rasanten, actionreichen Abenteuer oder einer schnellen Liebesgeschichte sucht, wird hier wahrscheinlich eher weniger glücklich, da das Erzähltempo doch sehr gemächlich ist.
Alles in allem erwarte ich von der vollständigen Geschichte ein tiefgründiges und emotionales Drama vor einer tollen historischen Kulisse, bei dem Onnens Vergangenheit Stück für Stück aufgerollt wird. Ich bin vor allem gespannt, ob er trotz seiner Kopfschmerzen und seiner Abneigung doch noch rausfährt, um die Personen aus dem Boot zu retten. Nach dieser Leseprobe würde ich das Buch auf jeden Fall weiterlesen, weil mich das Schicksal von Onnen und die stürmische Atmosphäre neugierig gemacht haben.