Lesesturm voraus!

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Als ich die Leseprobe aufgeschlagen habe, war ich sofort mitten im Geschehen. Schon die ersten Seiten haben diese besondere Atmosphäre, die Miriam Georg so unglaublich gut erschaffen kann - rau, melancholisch und voller Leben. Man hört den Wind beinahe über die Dünen fegen und spürt die salzige Nordseeluft zwischen den Seiten.Das Cover gefällt mir richtig gut. Es strahlt genau die Stimmung aus, die ich beim Lesen empfunden habe - geheimnisvoll, kraftvoll und ein wenig düster. Für mich passt es perfekt zu einem historischen Roman, der offenbar nicht nur von der Schönheit der Nordsee erzählt, sondern auch von ihren Schattenseiten.
Besonders beeindruckt hat mich wieder der Schreibstil. Miriam Georg schafft es, historische Schauplätze so lebendig wirken zu lassen, dass man das Gefühl hat, selbst auf Norderney im Jahr 1860 zu stehen. Dabei wirken ihre Figuren wie echte Menschen mit Ecken, Kanten und einer Vergangenheit, die sie geprägt hat.Onnen hat mich sofort neugierig gemacht. Seine innere Zerrissenheit, seine Einsamkeit und die Erinnerungen, die ihn nicht loslassen, verleihen ihm eine besondere Tiefe. Auch Enne macht neugierig, denn ihre Beziehung zu ihm scheint komplizierter zu sein, als es auf den ersten Blick wirkt. Gerade solche Figuren mag ich besonders, weil sie nicht einfach nur gut oder schlecht sind.Die Spannung entsteht für mich durch die vielen offenen Fragen. Nach und nach erfährt man kleine Details, die neugierig machen, und als schließlich der Sturm aufzieht und das Boot mit der Frau und dem Kind immer weiter aufs Meer hinausgetrieben wird, konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Genau solche Szenen sorgen dafür, dass man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.
Ich bin mir sicher, dass diese Geschichte noch viele emotionale Momente bereithält. Ich erwarte bewegende Schicksale, starke Charakterentwicklungen und eine Handlung, in der historische Ereignisse und persönliche Lebenswege wieder auf besondere Weise miteinander verwoben werden.Genau deshalb würde ich „Sturmland" unglaublich gerne weiterlesen.

Ich habe bereits einige Romane von Miriam Georg gelesen und war jedes Mal begeistert. Für mich gehört sie zu den Autorinnen, die historische Stoffe nicht nur hervorragend recherchieren, sondern ihnen auch eine Seele geben. Diese Verbindung aus tatsächlichen Begebenheiten und fiktiven Schicksalen macht ihre Bücher für mich jedes Mal zu einem besonderen Leseerlebnis. Ich würde mich riesig freuen, auch mit „Sturmland“ wieder in eine ihrer außergewöhnlichen Geschichten eintauchen zu dürfen.