Wiederstand und die wahre Liebe

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Eine Reedertochter aus Hamburg. Ein Tagelöhner, der längst aufgehört hat zu träumen. Und das Meer, das beide nichts fragt nach Stand oder Herkunft.
Miriam Georg ist bekannt dafür, historische Welten zu erschaffen, in denen man sofort versinkt – und die Leseprobe von „Sturmland" macht keine Ausnahme. Die Nordsee ist mehr als Kulisse, sie ist Stimmung, Versprechen und Bedrohung zugleich. Schon die ersten Seiten spüren sich an wie salzige Luft und schweres Tuch – rau, aber irgendwie nach Freiheit.
Was mich besonders neugierig macht: Miriam Georg erzählt keine einfache Liebesgeschichte. Sie erzählt von zwei Menschen, die aus völlig verschiedenen Welten kommen und sich trotzdem – oder genau deshalb – begegnen müssen. Die Frage ist nicht ob, sondern was diese Liebe kostet. Und was jemand bereit ist, dafür aufzugeben.
Wer die Nordwind-Saga kennt, weiß: Diese Autorin lässt ihre Figuren nicht ohne Narben davonkommen. Das macht „Sturmland" schon vor dem ersten Kapitel zu einem Leseerlebnis.