Gut, aber mit einigen Längen
Das dürfte das erste Mal sein, dass ich ein Buch von Miriam Georg nicht mit absoluter Begeisterung gelesen habe. Was die Autorin für mich absolut beherrscht ist das Schaffen einer Atmosphäre. Egal ob am Strand von Norderney oder in der alten Hütte bei Onnens Großvater. Es fühlt sich immer so an, als würde man an der Szene teilnehmen, den Figuren als stiller Beobachter über die Schulter schauen. Auch ihre Darstellung der verschiedenen Menschen ist ihr wieder sehr gut gelungen. Die Unterschiede zwischen den wohlhabenden Kurgästen und der weitaus ärmeren Inselbevölkerung, der unheimliche Anstrengungen unternehmen, um sich etwas Geld mit der Unterbringung der Gäste zu verdienen, sind sehr gefühlvoll beschrieben. Und bei dem Gedanken, dass die eigentlichen Bewohner im Tierstall schlafen, um Platz für die Gäste zu haben, hat bei mir wirklich Beklemmungen ausgelöst.
Das Leben um 1860 auf den Nordseeinseln ist alles andere als leicht. Es steht im krassen Kontrast zu dem Leben, welches Cora bisher gewohnt ist. Cora ist mir leider manchmal auch ein wenig zu viel. Ich verstehe, dass die Autorin eine sehr intelligente Frau mit hoher Auffassungsgabe darstellen wollte, die Attribute vereint, die in der damaligen Gesellschaft eher einem Mann zugute gehalten werden. Deren Wissensdurst nach mehr verlang als Gesellschaftstratsch und Modefragen. Hätte bei mir auch funktioniert, wäre sie nicht als absoluter Überflieger in jedem erdenklichen Fach schlechthin dargestellt, die sich alles in einem unbemerkten Selbststudium angeeignet hat. Ich verstehe die Intention dahinter, in der Darstellung empfinde ich es allerdings als zu überhöht. Und bei allem Studium scheint sich bei Cora dann auf Norderney dann der gesunde Menschenverstand auch mal zu verabschieden und ein unglaublicher Starrsinn einzustellen. Z.B. wenn Onnen ihr erklärt, es werde gleich in Strömen regnen und es wäre besser, Schutz zu suchen, streitet sie stur dagegen an. Einfach aus Prinzip und weil sie sich von einem Mann bevormundet fühlt. Solche Szenen gibt es immer mal wieder und ich habe mich darüber wirklich geärgert, weil Coras Handlung dann jedes Mal unüberlegt, dumm und z.T. gefährlich wird. Das wirkte auf mich anstrengend.
Die große Spannung blieb aber für mich überwiegend aus. Die Handlung beschränkt sich auf das Alltagsleben auf der Insel. Da passiert naturgegeben nicht immerzu etwas. Die Rückblicke auf Coras Leben in Hamburg kamen zur Überbrückung da genau richtig. Es war nicht nur eine angenehme Abwechslung, es hat auch dazu beigetragen, Cora ein wenig besser zu verstehen.
Trotzdem hat die Geschichte für mich einige Längen, bei denen ich mich schon ziemlich motivieren musste bei der Stange zu bleiben. Viele Geheimnisse werden angedeutet, in diesem Band wurden bisher nur eher nebensächliche Dinge enthüllt.
Ich habe es schon ganz gerne gelesen, aber die große Begeisterung hat sich dieses Mal leider nicht eingestellt.
Das Leben um 1860 auf den Nordseeinseln ist alles andere als leicht. Es steht im krassen Kontrast zu dem Leben, welches Cora bisher gewohnt ist. Cora ist mir leider manchmal auch ein wenig zu viel. Ich verstehe, dass die Autorin eine sehr intelligente Frau mit hoher Auffassungsgabe darstellen wollte, die Attribute vereint, die in der damaligen Gesellschaft eher einem Mann zugute gehalten werden. Deren Wissensdurst nach mehr verlang als Gesellschaftstratsch und Modefragen. Hätte bei mir auch funktioniert, wäre sie nicht als absoluter Überflieger in jedem erdenklichen Fach schlechthin dargestellt, die sich alles in einem unbemerkten Selbststudium angeeignet hat. Ich verstehe die Intention dahinter, in der Darstellung empfinde ich es allerdings als zu überhöht. Und bei allem Studium scheint sich bei Cora dann auf Norderney dann der gesunde Menschenverstand auch mal zu verabschieden und ein unglaublicher Starrsinn einzustellen. Z.B. wenn Onnen ihr erklärt, es werde gleich in Strömen regnen und es wäre besser, Schutz zu suchen, streitet sie stur dagegen an. Einfach aus Prinzip und weil sie sich von einem Mann bevormundet fühlt. Solche Szenen gibt es immer mal wieder und ich habe mich darüber wirklich geärgert, weil Coras Handlung dann jedes Mal unüberlegt, dumm und z.T. gefährlich wird. Das wirkte auf mich anstrengend.
Die große Spannung blieb aber für mich überwiegend aus. Die Handlung beschränkt sich auf das Alltagsleben auf der Insel. Da passiert naturgegeben nicht immerzu etwas. Die Rückblicke auf Coras Leben in Hamburg kamen zur Überbrückung da genau richtig. Es war nicht nur eine angenehme Abwechslung, es hat auch dazu beigetragen, Cora ein wenig besser zu verstehen.
Trotzdem hat die Geschichte für mich einige Längen, bei denen ich mich schon ziemlich motivieren musste bei der Stange zu bleiben. Viele Geheimnisse werden angedeutet, in diesem Band wurden bisher nur eher nebensächliche Dinge enthüllt.
Ich habe es schon ganz gerne gelesen, aber die große Begeisterung hat sich dieses Mal leider nicht eingestellt.