Historische Nordseebäder

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Die Reedertochter Cora will ihrem Zuhause entfliehen und nimmt unter falschen Namen eine Stelle als Gouvernante an. Die Tätigkeit führt sie ins Seebad Norderney. Gemeinsam mit ihrem Schützling Emmi Klaasen will Cora eine Bootsfahrt unternehmen, doch das kleine Boot wird aufs Meer hinausgezogen und beide geraten in Lebensgefahr. Die Männer der Insel holen sie wieder an Land. Damit dieses nicht noch mal passiert, engagiert Alexander Klaasen den Tagelöhner Onnen, der die beiden begleiten soll. Cora und Onnen kommen sich näher, aber beide haben eine Vergangenheit, die sie für sich behalten.

Es ist der erste Band einer zweiteiligen Reihe. Der Autorin Miriam Georg ist es wieder gelungen einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, so dass man sich in eine andere Zeit versetzt fühlt. Die Geschichte beginnt im Jahr 1860 und führt nach Norderney sowie Borkum. Es ist eine Zeit, zu der die Anfänge des Tourismus auf den Inseln beschrieben werden. Auch eine Seenotrettung existierte damals noch nicht. Meist waren es die Fischer, die wenn ein Schiff in Not war, ihr Leben aufs Spiel setzten.

Der Einstieg beginnt sehr ruhig bis sich nach und nach Spannung aufbaut. Alles ist sehr bildhaft beschrieben und man hat das Gefühl an der Seite von Cora zu stehen. In kurzen Rückblenden erfährt man mehr über Cora, die ein Freigeist ist und sich den herrschenden Zwängen anpassen muss. Sehr gekonnt werden die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Cora und Onnen dargestellt, gleichzeitig erfährt man auch einiges über die Stellung der Frau zur damaligen Zeit.

Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der historische Romane liebt. Mir hat dieser Ausflug an die Nordsee wieder gut gefallen und da das Buch offen endet, fiebere ich bereits jetzt der Fortsetzung entgegen.