Inselleben im 19. Jahrhundert

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Miriam Georg hat mit "Sturmland" ein spannendes Zeugnis über das Leben auf Norderney und Borkum Ende des 19. Jahrhunderts geliefert.
Die Reederstochter Cora flieht praktisch aus Hamburg, um ihrer Familie zu entkommen. Das sie umgebende Geheimnis wird erst nach und nach aufgelöst. Sie ist eine intelligente Frau in den Dreißigern und begleitet ein lungenkrankes Mädchen und deren Vater auf Norderney, um Emmi während ihres Aufenthaltes zu unterrichten. Die Armut der Inselbewohner erschreckt sie genauso wie die fehlende Bildung, kaum jemand kann lesen und schreiben. Auch die zugeknöpfte Haltung und die Sturheit der Menschen dort stößt Cora vor den Kopf. Mit der Zeit versteht sie es, mit ihrem Nachbohren einiges über die näheren Bewohner zu erfahren und sie kommt einem jungen Mann näher, ohne es zu wollen. Sie weiß eigentlich, dass es nicht sein darf.
Spannend und sehr unterhaltsam, dazu geschichtlich sehr interessant.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.