Lange Einleitung einer Dilogie
Da ich selber schon auf Norderney war und es mir dort sehr gut gefallen hat, habe ich mich sehr gefreut, mit Miriam Georgs neuem Roman dorthin zurückzureisen.
Meine Motivation dieses 600 Seiten dicke Buch zu lesen war hoch, leider hat mir es „Sturmland“ nicht einfach gemacht und phasenweise musste ich mich durch die Geschichte quälen.
Nachdem all ihre Träume geplatzt sind und ihre private Situation keinen Anlass zur Hoffnung gibt, verlässt Cora bei Nacht und Nebel heimlich unter falschem Namen Hamburg. Sie heuert als Gouvernante für die lungenkranke Emmi an und reist mit ihr und ihrem Vater nach Norderney. Das raue Leben auf der Insel und die Einheimischen sind ein Kulturschock für Cora, die bisher nur das Stadtleben kannte.
Cora war mir als Protagonistin überwiegend sympathisch. Sie träumt von Selbstbestimmung und das Leben der damaligen Zeit fühlt sich wie ein Zwangskorsett für sie an. Sie hat sich eine Menge Wissen selbst angeeignet. Einerseits hat es mich beeindruckt. Überwiegend hat es mich jedoch befremdet, mit welcher Faszination jemand in jeder freien Minute Bücher über Physik und Mathematik liest und diese Thematiken so sehr verinnerlicht, dass es ihr möglich ist, als Hauslehrerin für die kleine Emmi zu fungieren.
Interessant fand ich die Rückblicke in Coras Vergangenheit. Je mehr sich von ihrer Hintergrundgeschichte enthüllt hat, desto besser konnte man mit ihr sympathisieren.
Auf Norderney lernt Cora den schweigsamen Insulaner Onnen kennen, der ebenfalls für die Familie Klaasen tätig ist. Onnen und seine Vergangenheit nehmen einen großen Teil des Romans ein. Leider fand ich diesen Charakter ausgesprochen langweilig. Ich konnte einfach keinen Zugang zu diesem brummigen Mann finden und es hat mich auch nicht richtig interessiert, was ihm in seinem Leben schlimmes passiert sein könnte. Die vielen kryptischen Andeutungen fand ich tatsächlich eher nervig. Insgesamt war „Sturmland“ bestenfalls mittelmäßig für mich. So richtig 100 prozentig in den Bann gezogen haben mich erst die letzten 50 Seiten, was richtig fies ist, denn eigentlich habe ich dazu tendiert, den zweiten Band nicht mehr zu lesen. Aber „Sturmland“ endet in allen Punkten völlig offen und ich bin nun doch gespannt, wie es mit Cora weitergeht. Ohne Band 2 war es auch irgendwie umsonst, sich durch die ersten 600 Seiten zu kämpfen, da wirklich kein einziges Thema auch nur annährend abgeschlossen ist. Allerdings ist das nächste Buch noch einmal genauso dick, wodurch ich skeptisch bin, ob ich mich heranwagen sollte.
Meine Motivation dieses 600 Seiten dicke Buch zu lesen war hoch, leider hat mir es „Sturmland“ nicht einfach gemacht und phasenweise musste ich mich durch die Geschichte quälen.
Nachdem all ihre Träume geplatzt sind und ihre private Situation keinen Anlass zur Hoffnung gibt, verlässt Cora bei Nacht und Nebel heimlich unter falschem Namen Hamburg. Sie heuert als Gouvernante für die lungenkranke Emmi an und reist mit ihr und ihrem Vater nach Norderney. Das raue Leben auf der Insel und die Einheimischen sind ein Kulturschock für Cora, die bisher nur das Stadtleben kannte.
Cora war mir als Protagonistin überwiegend sympathisch. Sie träumt von Selbstbestimmung und das Leben der damaligen Zeit fühlt sich wie ein Zwangskorsett für sie an. Sie hat sich eine Menge Wissen selbst angeeignet. Einerseits hat es mich beeindruckt. Überwiegend hat es mich jedoch befremdet, mit welcher Faszination jemand in jeder freien Minute Bücher über Physik und Mathematik liest und diese Thematiken so sehr verinnerlicht, dass es ihr möglich ist, als Hauslehrerin für die kleine Emmi zu fungieren.
Interessant fand ich die Rückblicke in Coras Vergangenheit. Je mehr sich von ihrer Hintergrundgeschichte enthüllt hat, desto besser konnte man mit ihr sympathisieren.
Auf Norderney lernt Cora den schweigsamen Insulaner Onnen kennen, der ebenfalls für die Familie Klaasen tätig ist. Onnen und seine Vergangenheit nehmen einen großen Teil des Romans ein. Leider fand ich diesen Charakter ausgesprochen langweilig. Ich konnte einfach keinen Zugang zu diesem brummigen Mann finden und es hat mich auch nicht richtig interessiert, was ihm in seinem Leben schlimmes passiert sein könnte. Die vielen kryptischen Andeutungen fand ich tatsächlich eher nervig. Insgesamt war „Sturmland“ bestenfalls mittelmäßig für mich. So richtig 100 prozentig in den Bann gezogen haben mich erst die letzten 50 Seiten, was richtig fies ist, denn eigentlich habe ich dazu tendiert, den zweiten Band nicht mehr zu lesen. Aber „Sturmland“ endet in allen Punkten völlig offen und ich bin nun doch gespannt, wie es mit Cora weitergeht. Ohne Band 2 war es auch irgendwie umsonst, sich durch die ersten 600 Seiten zu kämpfen, da wirklich kein einziges Thema auch nur annährend abgeschlossen ist. Allerdings ist das nächste Buch noch einmal genauso dick, wodurch ich skeptisch bin, ob ich mich heranwagen sollte.