Leider zu viel des Guten

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tintenklex Avatar

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"Sturmland" hat mich nicht nur wegen der Autorin angesprochen, deren bisherige Bücher ich gern gelesen habe, sondern besonders wegen des Settings. Eine Insel in stürmischer See und die ersten Anzeichen der Seenotrettung am Horizont - perfekt. Wie alle Bücher von Miriam Georg ist auch dieses hier wunderbar recherchiert. Man fühlt sich nicht nur in die Zeit sondern auch auf die Insel versetzt, kann das Salzwasser förmlich riechen und die Menschen um sich herum sehen. Die Stimmung und die Lebensrealität von damals werden ganz wunderbar eingefangen.
Allerdings fehlt eine Story. Bis etwa drei Kapitel vor Schluss dümpelt die Handlung so vor sich hin. Es ist kein Ziel oder auch nur eine Richtung bzw. Entwicklung zu erkennen. Die Rückblicke in Coras Vergangenheit sorgen für ein wenig Spannung, aber leider hab ich mich durch den sehr, sehr langen Mittelteil eher durchgequält. Die Seenotrettung wird vor Ende des Buches kaum wirklich angesprochen, was ziemlich enttäuschend ist, wenn man sich auf die "Entstehungsgeschichte" von genau dieser gefreut hat.
Es sind zweifelsohne interessante Figuren, aber dieses Buch ist eher eine sehr, sehr aufgebauschte Einleitung für Teil zwei, wo dann (hoffentlich) alle Handlungsstränge zu Ende gebracht werden.