Sehr authentisch

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raschke64 Avatar

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Cora begleitet als Hauslehrerin einen Vater mit seiner Tochter Emmi auf Norderney. Emmi ist schwer lungenkrank und soll sich dort erholen. Allerdings ist Cora in Wirklichkeit keine einfache Angestellte, sondern war in Hamburg Tochter einer Reederfamilie. Nur wenige Tage auf der Insel geschieht ein Unglück und Cora und Emmi geraten in Lebensgefahr. Zum Glück werden sie von Anwohnern gerettet. Dabei lernen sie Onnen kennen, der bald auch für die Familie arbeitet. Und Cora kommt ihm näher, als ihr lieb ist.

Ich empfand das Buch als sehr authentisch. Zum einen ist es eine interessante Geschichte, auch eine Liebesgeschichte. Aber in erster Linie erzählt es von den wenigen Möglichkeiten der Frauen um 1860. U nd die Geschichte erzählt auch von dem schweren Leben der Bewohner auf den Ostfriesischen Inseln und deren ebenfalls eingeschränkte Möglichkeiten, vom Beginn des Bädertourismus und z. B. von fehlenden Seerettungsmöglichkeiten. Das alles ist sehr gut beschrieben und durch geschickt eingestreute Rückblenden erfährt man erst langsam von der Vergangenheit sowohl von Cora, von Onnen und von einigen anderen Bewohnern. Das macht das Ganze immer wieder spannend und man möchte einfach nur weiterlesen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich auf den zweiten Teil.