Eine leise Geschichte, die lange nachwirkt

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uml801 Avatar

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Suki von Salih Jamal ist für mich ein Buch, das sich nicht einfach nebenbei lesen lässt. Die Geschichte der sechzehnjährigen Suki, die bei ihrer Großmutter in Berlin lebt und mit Einsamkeit, Verlust und dem Gefühl kämpft, nirgendwo richtig dazuzugehören, hat mich beim Lesen immer wieder beschäftigt.

Besonders die Begegnung mit ihrer Lehrerin Anna Fischer hat mich berührt. Auch Anna trägt ihre eigene Geschichte und ihre Verluste mit sich herum. Zwischen den beiden entsteht eine ungewöhnliche Verbindung, die nicht von großen Worten lebt, sondern von kleinen Momenten und dem vorsichtigen Versuch, den anderen wirklich zu verstehen.

Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, Suki ganz nah zu sein. Ihre Wut, ihre Unsicherheit und gleichzeitig ihre Sehnsucht nach Nähe waren für mich sehr nachvollziehbar. Ich mochte, dass Salih Jamal seine Figuren nicht einfach in „gut“ oder „schlecht“ einteilt, sondern ihnen Raum gibt, widersprüchlich und verletzlich zu sein.

Suki hat mich vor allem durch seine ruhige und nachdenkliche Art berührt. Es ist keine Geschichte, die mit spektakulären Wendungen überzeugen muss. Vielmehr sind es die zwischenmenschlichen Momente, die bei mir hängen geblieben sind.