Schonungslos
Diese Leseprobe hat mich mit ihrer schonungslosen, unsentimentalen Sprache sofort für sich eingenommen. Suki ist eine Figur, die sich jeder Verklärung verweigert, ihr bissiger Humor, ihre Wut, ihre Distanz zur Welt wirken nie aufgesetzt, sondern wie eine erlernte Schutzhaut. Besonders die Szene im Klassenzimmer, wie ihre Gedanken zwischen Konzentration und völligem Abdriften changieren, die Zahlen an der Tafel, die sich in Rauch auflösen, fängt sehr überzeugend ein, wie sich Aufmerksamkeit und Entfremdung anfühlen können.
Auch die Freundschaft, die eigentlich keine sein will, mit MenschMeier ist klug gezeichnet, zwei Außenseiterinnen, die sich nie richtig annähern und doch etwas verbindet, ohne dass ein Wort zu viel fällt. Die knappen Dialoge zwischen den beiden haben eine trockene Komik, die mir gut gefallen hat. Die Begegnung mit der geheimnisvollen Mondverkäuferin auf der Straße bringt einen leisen surrealen Unterton ins Spiel, der die triste Winterstadt für einen Moment aufbricht.
Am stärksten berührt hat mich die Szene mit der Großmutter am Küchentisch, Sukis wütender Monolog über halbe Kinder und kaputte Eltern, gefolgt von der eigenen Erkenntnis, dass sie ihrer Oma damit zu nahe getreten ist, ohne es zurücknehmen zu können. Diese Mischung aus Verachtung und heimlicher Zärtlichkeit, etwa wenn sie sich vornimmt, die vorgelegten Socken doch anzuziehen, obwohl sie sich einredet, es sei ihr egal, ist sehr genau beobachtet. Ich bin gespannt, wie sich Sukis Geschichte, ihre Herkunft und die Beziehung zu ihrer Großmutter im weiteren Verlauf des Romans entwickeln.
Auch die Freundschaft, die eigentlich keine sein will, mit MenschMeier ist klug gezeichnet, zwei Außenseiterinnen, die sich nie richtig annähern und doch etwas verbindet, ohne dass ein Wort zu viel fällt. Die knappen Dialoge zwischen den beiden haben eine trockene Komik, die mir gut gefallen hat. Die Begegnung mit der geheimnisvollen Mondverkäuferin auf der Straße bringt einen leisen surrealen Unterton ins Spiel, der die triste Winterstadt für einen Moment aufbricht.
Am stärksten berührt hat mich die Szene mit der Großmutter am Küchentisch, Sukis wütender Monolog über halbe Kinder und kaputte Eltern, gefolgt von der eigenen Erkenntnis, dass sie ihrer Oma damit zu nahe getreten ist, ohne es zurücknehmen zu können. Diese Mischung aus Verachtung und heimlicher Zärtlichkeit, etwa wenn sie sich vornimmt, die vorgelegten Socken doch anzuziehen, obwohl sie sich einredet, es sei ihr egal, ist sehr genau beobachtet. Ich bin gespannt, wie sich Sukis Geschichte, ihre Herkunft und die Beziehung zu ihrer Großmutter im weiteren Verlauf des Romans entwickeln.