Ein Buch wie eine offene Wunde, auf die ein wohltuender Verband kommt
Wie düster und traurig kann ein Buch sein, ohne dass viel passiert? Fast bei jedem Kapitel wird zunächst das traurige, kalte und oft triste Dezemberwetter beschrieben. Und das Leben der Schülerin Suki passt genau dazu. Bis ein kleiner Unfall sie näher an Ihre Lehrerin heranbringt. Nun wird auch deren Situation geschildert und sie ist ebenfalls von Traurigkeit, Einsamkeit und einer tiefen Verzweiflung sowie Hoffnungslosigkeit geprägt. Die beiden Frauen treffen außerhalb ihres gemeinsamen Alltags aufeinander und sie gehen sich nicht mehr aus dem Kopf. Gleichzeitig gelingt Suki auch die Annäherung an eine Mitschülerin und Anna erlebt eine kurze Rückmeldung Ihres Ex-Partners, die darauf hinweist, dass auch diese Geschichte noch nicht zu Ende ist. Das Nachwort des Autors hat mir sehr gut gefallen. Hier ist seine Intention nachzuvollziehen. Das Buch ist ein kleiner Schatz in dunklen Zeiten.