Ein vielversprechender Anfang, der mich leider nicht überzeugen konnte

Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern Leerer Stern Leerer Stern
wi-ing Avatar

Von

Die Geschichte rund um Suki und ihre Lehrerin ist schwer, düster und von einer tiefen Trostlosigkeit geprägt. Die ersten drei Kapitel haben mich sofort gefesselt und waren ausschlaggebend dafür, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Leider waren diese für mich persönlich bereits die Höhepunkte des Romans. Danach fiel es mir zunehmend schwer, am Ball zu bleiben, und ich habe immer wieder mit dem Gedanken gespielt, das Buch abzubrechen. Letztendlich habe ich es zu Ende gelesen und der letzten Seite regelrecht entgegengefiebert. Dass der Roman mit knapp 200 Seiten vergleichsweise dünn ist, kam mir dabei sehr entgegen.

Der Schreibstil war zu Beginn vielversprechend. Es gelang dem Autor, mich unmittelbar in die trostlose und hoffnungslose Atmosphäre hineinzuziehen. Mit der Zeit hatte ich jedoch zunehmend das Gefühl, dass sich eine Trostlosigkeit an die nächste reiht, ohne dass die Geschichte dadurch an Tiefe gewinnt. Die Sätze wirkten auf mich immer bedeutungsloser, und auch die Figuren blieben trotz des Versuchs, ihre innere Zerrissenheit und Verletzlichkeit intensiv darzustellen, für mich vage und schwer greifbar.

Das Cover hat mich von Anfang an fasziniert. Ich fand es sehr ansprechend und war überrascht, dass es KI-generiert ist, ohne dies an dieser Stelle werten zu wollen. Obwohl es den Leser dazu verleitet, sich Suki genau so vorzustellen, hatte ich beim Lesen dennoch ein ganz anderes Bild von ihr im Kopf.

Ich tue mich schwer damit, einem Buch nur einen Stern zu geben. Ich bin grundsätzlich offen für neue Themen und Autoren. Dieses Buch hat mich jedoch leider enttäuscht und meine Erwartungen nicht erfüllt. Auch wenn ich die düstere Grundstimmung und den vielversprechenden Einstieg durchaus zu schätzen weiß, konnte mich die Geschichte im weiteren Verlauf nicht mehr erreichen.