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„SUKI“ hat mich vor allem durch seine leise, schonungslose Art berührt. Der Roman erzählt nicht von einer großen Rettung, sondern von zwei Menschen, die selbst mit ihren Verletzungen leben und sich trotzdem für einen Moment wirklich erreichen. Suki, sechzehn Jahre alt, widersprüchlich, wütend, verletzlich und verloren, wirkt dabei unglaublich echt. Ich fand es beeindruckend, wie selbstverständlich ihre Einsamkeit, ihre Scham und ihr Gefühl des Nicht-Dazugehörens beschrieben werden. Auch Anna Fischer bleibt als Lehrerin mit eigener Trauer eine vielschichtige Figur und wird nie zur einfachen Retterin. Besonders stark fand ich die kleinen Momente: ein Gespräch, eine Geste, ein unausgesprochener Satz. Die winterliche Berliner Atmosphäre verstärkt diese Kälte und innere Unruhe zusätzlich. „SUKI“ ist kein Roman, der schnelle Antworten liefert. Gerade deshalb bleibt er im Kopf. Für mich erzählt er eindringlich davon, wie kostbar es sein kann, wenn jemand nicht versucht, alles zu reparieren, sondern einfach sagt: Ich sehe dich. Ich weiß.