gesehen werden
Wir begleiten Suki, ein 16-jähriges Mädchen, durch ihren Alltag. Sie fühlt sich einsam und von der Welt ausgeschlossen; manchmal ist sie ziemlich wütend, doch in anderen Momenten fühlt sie sich einfach nur leer. Ihre Eltern waren nicht richtig für sie da und sie lebt bei ihrer Großmutter. Sukis Gefühle werden in dem Buch wirklich sehr gut dargestellt, ab und an mit nachvollziehbaren Vergleichen geschildert. Sie sehnt sich danach, gesehen zu werden. Auf der anderen Seite bekommen wir die Perspektive ihrer Lehrerin, die auch ihr Päckchen zu tragen hat. Beide Charaktere merken, dass die andere Person ihre Gefühle versteht, denn ihr geht es ähnlich. Da der Charakter der Lehrerin in meinen Augen eher zweitrangig war, fehlt es bei ihr an Tiefe und man konnte ihr Handeln, besonders Suki gegenüber, nicht hundertprozentig nachvollziehen. Im Ganzen war es jedoch eine kurze Geschichte, die sich durch die einfache Schreibweise schnell durchlesen lässt und uns den zwei Personen gefühlvoll näherbringt.