Leise und anrührend
Leise und anrührend- das sind die Worte, die mir als erste nach dem Lesen dieses kleinen, feinen Romans- eher eine Erzählung- einfallen. Mit wieviel Einfühlungsvermögen sich der Autor seinen Figuren nähert, wie er Eindrücke aus der äußeren Welt mit innerem Empfinden verwebt, das ist großartig. Neben Suki, dieser verschlossenen, in ihrem Inneren verletzlichen Sechzehnjährigen Außenseiterin sitzen wir in der Schulbank, schauen mit ihr aus dem Fenster und spüren den fallenden Schnee auf unseren Gesichtern. Mit ihr sitzen wir in der Küche ihrer Großmutter, auch sie ein einsamer Mensch, und mit Suki gehen wir wie anonym durch die an uns vorbeiflutenden Menschenmassen der Großstadtstraßen und spüren, wie die Kälte des Wintertags sich durch den Stoff unseres Mantels frisst.
Was aussichtslos scheint: die Möglichkeit, Halt zu finden, sich selber zu verorten, das leuchtet schwach auf, als Suki sich von ihrer Lehrerin gesehen fühlt. Anna Fischer ist selber eine, die nach dem Tod ihres Kindes und dem Scheitern ihrer Ehe in eine Leere gestürzt ist, aus der sie sich nicht retten kann. Und so werden ein Unfall und die kaum spürbare Berührung zweier Hände für diese zwei Menschen zu einer Möglichkeit, wieder Boden unter den Füßen zu spüren.
Der Autor Salih Jamal hat hier wundervoll berührend und einfühlsam beschrieben, was es in unserer Welt des Konsums und der Schnellebigkeit wieder mehr braucht: das Wahrnehmen des anderen und das Zulassen des Gesehenwerdens.
Was aussichtslos scheint: die Möglichkeit, Halt zu finden, sich selber zu verorten, das leuchtet schwach auf, als Suki sich von ihrer Lehrerin gesehen fühlt. Anna Fischer ist selber eine, die nach dem Tod ihres Kindes und dem Scheitern ihrer Ehe in eine Leere gestürzt ist, aus der sie sich nicht retten kann. Und so werden ein Unfall und die kaum spürbare Berührung zweier Hände für diese zwei Menschen zu einer Möglichkeit, wieder Boden unter den Füßen zu spüren.
Der Autor Salih Jamal hat hier wundervoll berührend und einfühlsam beschrieben, was es in unserer Welt des Konsums und der Schnellebigkeit wieder mehr braucht: das Wahrnehmen des anderen und das Zulassen des Gesehenwerdens.