stand by me Suki

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kniga Avatar

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Ich musste mich an Suki erst einmal gewöhnen. Sie macht es einem als Leser nicht besonders leicht. Sie ist wütend, verletzlich, manchmal komisch, manchmal abweisend und trägt eine große Unruhe in sich. Aber je länger ich gelesen habe, desto mehr konnte ich verstehen, warum sie so ist. Vielleicht hat mich das Buch auch deshalb berührt, weil es von Menschen erzählt, die eigentlich nur wollen, dass jemand bleibt.

Die Geschichte ist stellenweise ziemlich schwer. Einsamkeit, Scham, Angst, Aggression und das Gefühl, nicht dazuzugehören, ziehen sich durch das Buch. Das muss man mögen und man sollte keine leichte Unterhaltung erwarten. Trotzdem empfand ich den Roman nicht nur als traurig. Es gibt auch etwas Hoffnungsvolles darin, allerdings sehr vorsichtig und ohne Kitsch.

Was bei mir besonders hängen geblieben ist: Manchmal können wir die Probleme eines anderen Menschen nicht lösen. Vielleicht müssen wir das auch gar nicht immer. Vielleicht ist es manchmal schon viel, einen Menschen ernst zu nehmen und ihm das Gefühl zu geben: Ich sehe dich. Du bist nicht vollkommen allein.

„Suki“ ist für mich ein stilles Buch über Einsamkeit, Verlust und die Sehnsucht nach Nähe. Kein einfacher Roman und sicherlich auch kein Buch für zwischendurch. Aber eines, das nach dem Lesen noch eine Weile im Kopf bleibt.