Still aber gewaltig!

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mike nelson Avatar

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Still, aber gewaltig. Ein Roman der berührt und unter die Haut geht. Dass es so sein würde, hatte ich erwartet, weil ich auch die anderen Bücher des Autors sehr geschätzt habe. Und mit seinem neuen Roman "Suki" ist es Salih Jamal erneut gelungen. Kompliment! Ein Buch über Einsamkeit, über Trauer und Wut, über die zarte Anbahnung von Kontakt, das Entstehen von Verbindung in einer Welt, in der sich jeder und jede zunehmend um sich selbst dreht, in der multiple äußere Krisen die inneren Krisen überschatten... angesiedelt - wie passend - in der Vorweihnachtszeit. Die sechzehnjährige Schülerin Suki, von ihrer Mutter, die mit ihrer 'neuen Familie' zusammenlebt, verlassen, lebt bei ihrer Großmutter, die sich immer wieder mit ihrem Geliebten trifft. Aus Versehen fährt Sukis Lehrerin Anna sie mit ihrem PKW an und begleitet sie mit ihrer nur leichten Verletzung ins Krankenhaus... Eine leichte Berührung geht beiden nicht mehr aus dem Sinn, eine Verbindung ist entstanden, die es zu erkunden gilt; beide haben ihren eigenen Grund zur Trauer - und die Trauer baut eine Brücke, schafft Verbindung. Die Geschichte ist ein Appell für mehr Gemeinschaft und Fürsorge; und die Geschichte verkündet eine Wahrheit, die wir alle kennen, aber allzuoft vergessen - Verbindung kann nur entstehen, wenn wir uns trauen, zu fühlen. Und: Unbedingt auch das Nachwort des Autors lesen - wie Recht er doch hat! Danke für diesen Schatz!