Tragisch-packend

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rainreads Avatar

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Suki - halb deutsch, halb japanisch, passt nicht so richtig rein. Weder komplett Außenseiterin noch Teil der Gruppe. Halb-halb, eben. Als sie allerdings eine ihrer Lehrerinnen näher kennenlernt, ändert sich einiges.

Da ich selbst halb-halb bin, kann ich Sukis inneren Kampf gut nachvollziehen und deshalb hat mich die Prämisse dieses Buches direkt angesprochen. Gerade als Teenagerin fühlte ich mich genauso wie Suki in zwei Teile geteilt. Nie so ganz anders, aber auch nicht genauso wie alle anderen Mädchen in meiner Umgebung. Zu anders um komplett dazu zu gehören, nicht anders genug um mich komplett abzuheben.
Der Schreibstil des Buches "hat was". Es werden viele Bilder gezeichnet, die direkt Erinnerungen in mir wach rufen (z.B. bei Regen im Bus sitzen und den Tropfen dabei zuschauen wie sie an der Scheibe herunterlaufen). Allerdings finde ich diesen Schreibstil auf Dauer auch etwas anstrengend. Diese Halbsätze, die mit teilweisen pathetisch wirkenden Ausdrücken einen besonders tiefen Sinn liefern wollen, wirken irgendwann sehr gewollt. Das heißt nicht, dass ich das Buch an sich schlecht finde. Überhaupt nicht.
Insgesamt ein solides 3/5 Sterne-Buch. Kann man gut lesen.