Viele interessante Aspekte
Suki ist sechzehn, bereits zweimal sitzengeblieben und findet weder in ihrer Klasse noch in ihrer Familie richtig Anschluss. Ihr Vater ist nach Japan zurückgegangen, ihre Mutter hat mit einem anderen Mann eine neue Familie gegründet, geblieben ist ihr vor allem die Großmutter. Kurz vor Weihnachten entsteht ein beinahe zufällig wirkender Kontakt zu ihrer Lehrerin Anna Fischer, der über wenige Tage das Leben beider ein Stück weit verändert.
Der Schreibstil in derm Buch ist ruhig und bildhaft und trifft die winterliche, teils bedrückende Stimmung gut. Sukis innere Zerrissenheit, ihre Einsamkeit und ihr Gefühl, nicht dazu zu gehören, sind nachvollziehbar vermittelt. Auch wenn wenig passiert, entsteht eine dichte Atmosphäre, die wirkt.
Schwächer fand ich, dass die Geschichte insgesamt sehr knapp bleibt. Man wird in eine bestehende Situation hineingeworfen, die sich kaum weiterentwickelt. Die im Klappentext angekündigte Verbindung zwischen Suki und ihrer Lehrerin nimmt nur wenige Seiten ein und bleibt dadurch recht oberflächlich. Dabei dachte ich eigentlich, dass es genau um diese Beziehung geht. Wer eine Geschichte mit klarer Entwicklung erwartet, wird enttäuscht. Auch der Slang in manchen Dialogen, vor allem mit Sukis Bekannter, hat mich gewundert und ungewohnt gewirkt. Das Kapitel mit dem politischen Gespräch wirkte auf mich zudem eher aufgesetzt und blieb inhaltlich dünn. Positiv hervorzuheben ist das Nachwort, in dem der Autor die Belastungen der heutigen Zeit knapp und treffend einordnet. Das rundet das Buch ab.
Insgesamt ein atmosphärisch starkes, aber inhaltlich schmales Buch, das sich gut für zwischendurch eignet, aber keine große Entwicklung bietet.
Der Schreibstil in derm Buch ist ruhig und bildhaft und trifft die winterliche, teils bedrückende Stimmung gut. Sukis innere Zerrissenheit, ihre Einsamkeit und ihr Gefühl, nicht dazu zu gehören, sind nachvollziehbar vermittelt. Auch wenn wenig passiert, entsteht eine dichte Atmosphäre, die wirkt.
Schwächer fand ich, dass die Geschichte insgesamt sehr knapp bleibt. Man wird in eine bestehende Situation hineingeworfen, die sich kaum weiterentwickelt. Die im Klappentext angekündigte Verbindung zwischen Suki und ihrer Lehrerin nimmt nur wenige Seiten ein und bleibt dadurch recht oberflächlich. Dabei dachte ich eigentlich, dass es genau um diese Beziehung geht. Wer eine Geschichte mit klarer Entwicklung erwartet, wird enttäuscht. Auch der Slang in manchen Dialogen, vor allem mit Sukis Bekannter, hat mich gewundert und ungewohnt gewirkt. Das Kapitel mit dem politischen Gespräch wirkte auf mich zudem eher aufgesetzt und blieb inhaltlich dünn. Positiv hervorzuheben ist das Nachwort, in dem der Autor die Belastungen der heutigen Zeit knapp und treffend einordnet. Das rundet das Buch ab.
Insgesamt ein atmosphärisch starkes, aber inhaltlich schmales Buch, das sich gut für zwischendurch eignet, aber keine große Entwicklung bietet.