Wenn man sich nirgends richtig zugehörig fühlt
Suki ist erst sechzehn und trotzdem hat sie schon ziemlich oft erlebt, wie es sich anfühlt, verlassen zu werden. Ihr Vater ist aus ihrem Leben verschwunden, ihre Mutter hat sich ein neues Leben aufgebaut und Suki lebt bei ihrer Großmutter. Auch in der Schule findet sie kaum Anschluss. Sie wirkt trotzig, wütend und abweisend, aber je länger ich sie begleitet habe, desto deutlicher wurde, wie verletzlich sie eigentlich ist.
Besonders interessant fand ich die Begegnung mit ihrer Lehrerin Anna Fischer. Auch Anna trägt einen Verlust mit sich und scheint selbst nicht richtig zu wissen, wie sie damit weiterleben soll. Zwischen den beiden entsteht ganz vorsichtig eine Verbindung. Dabei wird niemand plötzlich gerettet und es gibt auch keine einfache Lösung für ihre Probleme. Vielmehr geht es darum, was es für einen Menschen bedeuten kann, wenn überhaupt jemand genauer hinsieht und wahrnimmt, wie es ihm wirklich geht.
Die Geschichte spielt im winterlichen Berlin und diese kalte, teilweise bedrückende Stimmung passt sehr gut zu Sukis Gefühlswelt. Der Schreibstil ist ruhig, bildhaft und stellenweise poetisch. Vieles passiert eher im Inneren der Figuren als in der eigentlichen Handlung. Das fand ich einerseits sehr passend, andererseits hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Entwicklung gewünscht. Gerade die Verbindung zwischen Suki und Anna hätte für mich noch mehr Raum bekommen dürfen.
Mich hat vor allem Suki beschäftigt. Sie ist keine Figur, die immer angenehm oder leicht zu verstehen ist, und genau dadurch wirkte sie auf mich interessant. Hinter ihrer Wut steckt so viel Einsamkeit und die Sehnsucht danach, irgendwo dazuzugehören und nicht wieder verlassen zu werden. Gerade als junge Leserin fand ich auch die Frage spannend, wie schnell Menschen als schwierig abgestempelt werden, obwohl man überhaupt nicht weiß, was dahintersteckt.
Für mich ist es ein stiller und melancholischer Roman über Einsamkeit, Verlust und das Bedürfnis, wirklich gesehen zu werden. Nicht alles wurde für meinen Geschmack weit genug ausgearbeitet, aber Suki und ihre Geschichte sind mir trotzdem im Kopf geblieben.
Besonders interessant fand ich die Begegnung mit ihrer Lehrerin Anna Fischer. Auch Anna trägt einen Verlust mit sich und scheint selbst nicht richtig zu wissen, wie sie damit weiterleben soll. Zwischen den beiden entsteht ganz vorsichtig eine Verbindung. Dabei wird niemand plötzlich gerettet und es gibt auch keine einfache Lösung für ihre Probleme. Vielmehr geht es darum, was es für einen Menschen bedeuten kann, wenn überhaupt jemand genauer hinsieht und wahrnimmt, wie es ihm wirklich geht.
Die Geschichte spielt im winterlichen Berlin und diese kalte, teilweise bedrückende Stimmung passt sehr gut zu Sukis Gefühlswelt. Der Schreibstil ist ruhig, bildhaft und stellenweise poetisch. Vieles passiert eher im Inneren der Figuren als in der eigentlichen Handlung. Das fand ich einerseits sehr passend, andererseits hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Entwicklung gewünscht. Gerade die Verbindung zwischen Suki und Anna hätte für mich noch mehr Raum bekommen dürfen.
Mich hat vor allem Suki beschäftigt. Sie ist keine Figur, die immer angenehm oder leicht zu verstehen ist, und genau dadurch wirkte sie auf mich interessant. Hinter ihrer Wut steckt so viel Einsamkeit und die Sehnsucht danach, irgendwo dazuzugehören und nicht wieder verlassen zu werden. Gerade als junge Leserin fand ich auch die Frage spannend, wie schnell Menschen als schwierig abgestempelt werden, obwohl man überhaupt nicht weiß, was dahintersteckt.
Für mich ist es ein stiller und melancholischer Roman über Einsamkeit, Verlust und das Bedürfnis, wirklich gesehen zu werden. Nicht alles wurde für meinen Geschmack weit genug ausgearbeitet, aber Suki und ihre Geschichte sind mir trotzdem im Kopf geblieben.