Zwei verletzte Seelen auf der Suche nach Halt
Suki ist ein ruhiger und sehr melancholischer Roman, bei dem ich zunächst etwas Zeit gebraucht habe, um wirklich in der Geschichte anzukommen. Die Einführung in Sukis Leben empfand ich stellenweise als schleppend. Viele kurze, beschreibende Sätze und die fast allgegenwärtige Melancholie haben meinen Lesefluss gerade in der ersten Hälfte immer wieder gebremst. Gleichzeitig gelingt es Salih Jamal sehr schön, Gefühle metaphorisch einzufangen und Sukis innere Welt greifbar zu machen.
Suki wirkt rebellisch, verschlossen und oft wie in ihrer eigenen Welt. Hinter ihrer harten Fassade verbirgt sich jedoch eine verletzliche junge Frau, die sich eigentlich nach Anerkennung, Liebe und vor allem nach jemandem sehnt, der sie wirklich versteht. Mit der Einführung ihrer Lehrerin Anna nimmt die Geschichte für mich zunehmend Fahrt auf. Auch Anna trägt eine tiefe Trauer in sich und versucht, ihre Verletzlichkeit vor anderen zu verbergen. Besonders ihre Rückblicke haben mich emotional sehr berührt.
In der zweiten Hälfte hat mich der Roman dann deutlich stärker gepackt. Die Beziehung zwischen Suki und Anna entwickelt sich behutsam und für mich sehr authentisch. Beide geben einander Halt, ohne zunächst zu erkennen, wie sehr sie den jeweils anderen brauchen.
Gerade diese Charakter- und Beziehungsentwicklung ist für mich die größte Stärke des Buches. Auch der Schreibstil wurde für mein Empfinden flüssiger, und rückblickend kann ich die besondere Erzählweise besser als Momentaufnahmen aus dem Leben dieser beiden Frauen verstehen.
Das offene Ende gefällt mir ausgesprochen gut. Ob das, was zwischen Suki und Anna entsteht, Freundschaft oder vielleicht mehr ist, muss für mich gar nicht beantwortet werden. Viel wichtiger sind die Themen dahinter: Einsamkeit, Zugehörigkeit, Sehnsucht, Trauer und die Kunst, trotz allem weiterzuleben. Zurück bleibt bei mir vor allem ein Gefühl von Glück und Freude darüber, wie sich diese beiden Menschen und ihre Beziehung entwickelt haben.
Das Cover gefällt mir grundsätzlich gut. Schade finde ich allerdings, dass laut Angabe im Buch KI für die Gestaltung verwendet wurde – gerade dieses Motiv hätte sich meiner Meinung nach wunderbar fotografisch umsetzen lassen.
Empfehlen würde ich Suki besonders Menschen, die ruhige, melancholische und charakterorientierte Geschichten mögen und gerne für einen kurzen Abschnitt in das Leben ihrer Figuren eintauchen. Trotz meiner Schwierigkeiten mit der ersten Hälfte hat mich die zweite emotional versöhnt.
Suki wirkt rebellisch, verschlossen und oft wie in ihrer eigenen Welt. Hinter ihrer harten Fassade verbirgt sich jedoch eine verletzliche junge Frau, die sich eigentlich nach Anerkennung, Liebe und vor allem nach jemandem sehnt, der sie wirklich versteht. Mit der Einführung ihrer Lehrerin Anna nimmt die Geschichte für mich zunehmend Fahrt auf. Auch Anna trägt eine tiefe Trauer in sich und versucht, ihre Verletzlichkeit vor anderen zu verbergen. Besonders ihre Rückblicke haben mich emotional sehr berührt.
In der zweiten Hälfte hat mich der Roman dann deutlich stärker gepackt. Die Beziehung zwischen Suki und Anna entwickelt sich behutsam und für mich sehr authentisch. Beide geben einander Halt, ohne zunächst zu erkennen, wie sehr sie den jeweils anderen brauchen.
Gerade diese Charakter- und Beziehungsentwicklung ist für mich die größte Stärke des Buches. Auch der Schreibstil wurde für mein Empfinden flüssiger, und rückblickend kann ich die besondere Erzählweise besser als Momentaufnahmen aus dem Leben dieser beiden Frauen verstehen.
Das offene Ende gefällt mir ausgesprochen gut. Ob das, was zwischen Suki und Anna entsteht, Freundschaft oder vielleicht mehr ist, muss für mich gar nicht beantwortet werden. Viel wichtiger sind die Themen dahinter: Einsamkeit, Zugehörigkeit, Sehnsucht, Trauer und die Kunst, trotz allem weiterzuleben. Zurück bleibt bei mir vor allem ein Gefühl von Glück und Freude darüber, wie sich diese beiden Menschen und ihre Beziehung entwickelt haben.
Das Cover gefällt mir grundsätzlich gut. Schade finde ich allerdings, dass laut Angabe im Buch KI für die Gestaltung verwendet wurde – gerade dieses Motiv hätte sich meiner Meinung nach wunderbar fotografisch umsetzen lassen.
Empfehlen würde ich Suki besonders Menschen, die ruhige, melancholische und charakterorientierte Geschichten mögen und gerne für einen kurzen Abschnitt in das Leben ihrer Figuren eintauchen. Trotz meiner Schwierigkeiten mit der ersten Hälfte hat mich die zweite emotional versöhnt.