Hitzewelle verwandelt Deutschland in tödliches Szenario.

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fönbo Avatar

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Solveig-Marie Kastners "Summer Heat" entführt die Leserin / den Leser direkt in eine flirrende, fast greifbare Hitze, die sich über Deutschland zusammenbraut.

Im Fokus steht die Meteorologin Mia, die als Erste das volle Ausmaß der drohenden Hitzewelle erkennt.

Die Autorin verwandelt eine alltägliche Wetterlage meisterhaft in ein beklemmendes Survival-Szenario, bei dem die Infrastruktur unter den extremen Temperaturen schnell in die Knie geht.

Der direkte, temporeiche Schreibstil unterstreicht die Dringlichkeit der Lage und verzichtet auf unnötiges Geplänkel.

Durch gründliche Recherche wirken die wissenschaftlichen Aspekte der Handlung äußerst glaubwürdig und beklemmend. Eine düstere Vorahnung durchzieht die Atmosphäre und lässt die Leserin / den Leser kaum aufatmen.

Kastner spielt geschickt mit den Urängsten vor den Folgen des Klimawandels und macht diese physisch greifbar.

Die Protagonistin Mia erscheint dabei kompetent, aber auch verletzlich, was sie sofort sympathisch macht. Der Untertitel "Nicht alle werden überleben" schwebt wie ein dunkles Omen über den intensiven Zeilen der Leseprobe. Die kurzen Kapitel erzeugen einen enormen Sog, dem man sich kaum entziehen kann.