Zwischen Luxusresort und Schatten der Vergangenheit

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fietesfrauchen Avatar

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Summer Heat nimmt uns mit auf Mias Reise von Deutschland nach Faro, Portugal, wo sie für drei Monate in einem luxuriösen Resort arbeiten wird. Von Anfang an merkt man, dass Mia vor etwas davonläuft, etwas aus ihrer Vergangenheit, das sie noch nicht preisgibt, das sich aber immer wieder in kurzen Panikschüben meldet und spürbar macht, wie sehr sie innerlich mit sich kämpft.

Besonders spannend ist zu beobachten, wie sich Mia in dieser neuen, fremden Welt zurechtfindet. Wir lernen gemeinsam mit ihr ihre neuen Kollegen kennen, bekommen Einblicke in die Atmosphäre des Resorts und erleben, wie sie versucht, die Herausforderungen zu meistern, in die sie sich selbst hinein manövriert hat, etwa durch kleine Übertreibungen in ihrem Lebenslauf: dass sie Yogalehrerin sei oder bei den als Tänzerin selbstverständlich bei den Tanzshows mitmacht. Diese Mischung aus Unsicherheit, Selbstbewusstsein und den leisen, immer wieder aufflammenden Dämonen ihrer Vergangenheit macht Mia greifbar und man kann mit ihr mitfühlen.

Der Prolog sticht dabei besonders hervor, düster, grausam und fesselnd zugleich. Schon hier wird klar, dass mehr hinter der Oberfläche steckt und man sich ständig fragt: Geht es da um Mia? Was könnte ihr noch bevorstehen?

Bislang baut sich die Spannung noch eher subtil auf. Das Buch könnte ebenso gut ein Roman über Neuanfänge, Selbstfindung und neue Erfahrungen sein. Trotzdem hat mich die Geschichte sofort gepackt. Ich möchte unbedingt wissen, wie Mias Geschichte weitergeht, welche Geheimnisse sie noch belasten und welche Wendungen sie in Faro erwarten. Ich bin neugierig und möchte sofort weiter lesen.