Atmosphärischer Thriller

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„Summer Heat“ hat mich insgesamt gut unterhalten, auch wenn ich nach dem Lesen etwas gemischte Gefühle hatte. Besonders stark fand ich das Setting: das Luxusresort in Portugal, die drückende Sommerhitze und diese unterschwellige Bedrohung haben sofort eine spannende Atmosphäre geschaffen.
Das Buch lässt sich durch den knapp gehaltenen Schreibstil außerdem sehr leicht lesen und macht neugierig darauf, welche Geheimnisse die Figuren verbergen.

Allerdings hatte die Geschichte zwischendurch einige Längen. Gerade am Anfang passiert über weite Strecken nicht besonders viel, außer dass sich die Beziehung zwischen Mia und Yanis entwickelt. Die Spannung ist zwar immer im Hintergrund vorhanden, kommt aber erst relativ spät richtig in Fahrt. Manche Wendungen wirkten dadurch etwas vorhersehbar bzw. war die finale Auflösung dadurch auch etwas platt.

Gut fand ich, dass auch ernstere Themen wie toxische Beziehungen, Stalking, Manipulation und Machtmissbrauch angesprochen werden. Teilweise hatte ich aber das Gefühl, dass zu viele schwierige Themen gleichzeitig eingebaut wurden, wodurch einiges eher oberflächlich blieb.

Das Ende konnte mich leider auch nicht komplett überzeugen. Denn nach den finalen Showdown war eigentlich direkt alles vorbei und auch die Folgen wurden eher wenig beleuchtet.
Trotzdem war das Buch atmosphärisch und spannend genug, dass ich es nicht bereut habe zu lesen. Wer sommerliche Spannungsromane mit Romance-Anteil mag, könnte hier trotzdem auf seine Kosten kommen.