Das Paradies hat Risse

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"Summer Heat" hat mich vor allem durch sein Setting angesprochen: ein luxuriöses Resort an der portugiesischen Küste - Sonne, Meer und ein scheinbar perfekter Ort für einen Neuanfang. Doch schnell wird klar, dass hinter der glänzenden Fassade der Figuren ein Alltag steckt, der alles andere als idyllisch ist. Im Mittelpunkt der Story steht Mia, die als Yoga-Lehrerin im Resort anfängt, weil sie ihre Vergangenheit hinter sich lassen möchte.

Das Zusammenspiel aus Urlaubsidylle und leichtem Unbehagen funktioniert in diesem Buch echt gut. Während die Gäste in Luxus schwelgen und sich selbst optimieren, zeigt das Buch gleichzeitig den Druck, die Oberflächlichkeit und die Machtstrukturen hinter den Kulissen. Die Figuren wirken dabei grundsätzlich authentisch, auch wenn teilweise bewusst mit bekannten Klischees gearbeitet wird: z.B. dominante Chefs oder komplizierte Dynamiken unter Kollegen.

Der Einstieg fiel mir etwas schwer, da viele Themen und Perspektiven gleichzeitig aufgemacht werden. Einige Handlungsstränge hätten für meinen Geschmack mehr Fokus vertragen können, während andere eher wie lose Lückenfüller wirkten.

Inhaltlich behandelt das Buch überraschend ernste Themen: von toxischen Beziehungen über Machtmissbrauch bis hin zu gesellschaftlichem Druck und Ausbeutung.

Fazit: Summer Heat ist ein atmosphärischer Thriller mit Sommersetting, interessanten Ansätzen und einer konstant spürbaren Spannung unter der Oberfläche. Nicht jede Figur oder Handlung konnte mich vollständig überzeugen, dennoch habe ich das Buch gerne gelesen.