Debüt mit Stärken und Schwächen

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lauramarlenex3 Avatar

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Mein ersten Eindruck von diesem Buch war sehr positiv. Das Cover kommt in kraftvollen Farben daher und der mittig platzierte Satz „nicht alle werden überleben“ hat mich direkt neugierig gemacht. Der Klappentext lässt Spannung verheißen und ein kurzer Blick in den echt sehr starken Prolog hatte mich dann ganz in den Bann gezogen.

Mit viel Vorfreude auf Spannung bin ich dann ins Buch gestartet, das ingesamt in vier Teile geteilt ist. Die Perspektiven wechseln zeitweise zwischen den unterschiedlichen Figuren, was mir gut gefallen hat. Das Buch ist sehr atmosphärisch und bildlich geschrieben, sodass man die Sonne von Portugal fast auf der eigenen Haut gespürt hat. Manchmal hat diese Art der Beschreibung das Einsinken ins Lesen und die Geschichte gut unterstützt, manchmal war es mir aber auch eine Spur zu intensiv, weil sich dadurch Länge ergeben haben, in denen die Geschichte sich nicht wirklich vorbewegte und das Lesen einfach sehr zäh machte. Das habe ich besonders am Anfang so wahrgenommen. Gerade die ersten 100 Seiten waren für mich ein eher schwankendes Erlebnis. Nach dem starken Prolog sackte die Geschichte in ihrer Spannung erst einmal stark ab und versuchte ein Grundgerüst aufzubauen - was durchaus verständlich und nahezu in jedem Buch der Fall ist, aber hier ging meine Leselaune irgendwann einfach runter, weil mich die Szenen nicht erreichten und ich mit Mia teilsweise nicht warm wurde.

Die Spannung kam mit dem Leichenfund wieder etwas mehr auf und schon bald erreichte man die Frage, wem man eigentlich vertrauen kann. Das war gut gemacht und hatte auch einige Überraschungen.

Im Gesamtblick hatte der Thriller für mich Höhen und Tiefen, die anfängliche Euphorie habe ich leider etwas durch die Längen verloren.