Düstere Atmosphäre im Urlaubsparadies

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Als das Buch "Summer Heat" von Solveig-Marie Kastner bei mir ankam, war ich sofort von der Covergestaltung begeistert. Optisch, aber durch 3D-Effekt auch haptisch, sticht es sofort ins Auge. Auch die Innenseiten des Umschlags sind schön gestaltet.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und unkompliziert zulesen, so dass man ziemlich schnell mitten im Geschehen ist.
Die Autorin versteht es, durch ihre bildhaften Beschreibungen die düstere Stimmung, die im Luxusresort herrscht, rüberzubringen.

Nachdem das Buch sehr vielversprechend begonnen hat, empfand ich es im Verlauf leider stellenweise langatmig.
Zwar sorgten verschiedene Perspektiven (zeitlich und auch durch wechselnde Personen) für Abwechslung, die Geschichte selbst entpuppte sich aber leider als etwas zäh.
Das ewige Hin und Her zwischen Mia und Yanis war mir einfach zu sehr ausgedehnt.
Auch auf die im Klappentext "versprochene" Leiche muss man als Leser ziemlich lange warten. So richtige Thrill- Momente habe ich leider vermisst.
Mit ca. 500 Seiten handelt es sich nicht um ein dünnes Buch. Aber gerade dann hätte ich ein bisschen mehr Action und Tempo gemocht. Dennoch wollte ich natürlich wissen, wie es letztendlich ausgeht. Irgendwie hatte ich auf den ganz großen "Knall" am Ende gehofft.
Der Spannungsbogen hat sich dann auch tatsächlich gesteigert, aber insgesamt kam mir der Schluss einfach zu kurz und leider auch zu unspektakulär rüber, dafür, dass ich so lange drauf gewartet hatte.

Die Story und der Grundgedanke sind sehr vielversprechend, bei der Umsetzung hat mir persönlich einfach Spannung und Gänsehaut gefehlt.
Sicherlich ein gutes Buch für Thrillereinsteiger oder Leser, die eher sanftere Thriller mögen.