Semi-Thrill
Mit großen Hoffnungen auf kribbelnde Spannung und eine durchgelesene Nacht habe ich diesen Thriller erwartet. Das Setting in einem traumhaft gelegenen Luxus Resort an der portugiesischen Atlantikküste macht Lust auf Urlaub und Dolce far niente.
Die Charaktere der handelnden Personen sind lebensnah und wirken echt. Sie verhalten sich ihren Rollen entsprechend, die sich aufgrund ihrer Aufgabe in dem Hotel einnehmen. Dabei hat der Leser es leider auch mit Klischees zu tun, die allerdings nicht zu vermeiden sind, weil sie für den Handlungsverlauf wichtig sind. Sie nehmen großen Einfluss auf die emotionale Situation der Protagonistin. Wir finden hier: die nette Kollegin, den gut aussehenden Surferboy, die Gruppenzicke und die Mitläufer ohne Rückgrat. Und natürlich die Chefin, die mit harter Hand und gewaltigen Vorurteilen, sowie mächtig Druck von oben agiert.
Sie alle sorgen für ein alptraumhaftes Arbeitsumfeld hinter den Kulissen von schillerndem, verdorbenem Luxusleben der zahlenden Gäste. Auch hier werden Klischees bedient, die von einem Leben in vermeintlicher Sorglosigkeit erzählen, dabei aber den gesellschaftlichen Druck nach körperlicher Makellosigkeit widerspiegeln. Das in dem Resort keine Kinder zugelassen sind, ist für die Kinder sicher besser. Soviel Oberflächlichkeit verblendet.
Das hinter der Arbeit der Protagonistin als Yoga-Lehrerin eine Flucht steht, erfährt der Leser früh. Er ist geneigt von einem Ex-Lover auszugehen, ohne konkrete Hinweise. Angst als Fluchtimpuls.
Die Spannung wird während der Lektüre gehalten, aber leider gegen Ende nicht wesentlich gesteigert, was beim Leser mehr den Wunsch nach Abschluss des Buches hervorruft, denn ein Hecheln einsetzen lässt, das dem starken Drang nach Auflösung geschuldet ist. Das Ende finde ich etwas schwach und zum Teil konstruiert. SPOILER: Der Kliffhanger am Ende eröffnet lediglich die Möglichkeit, weiterführende Thriller zu schreiben, ist aber für die Auflösung dieser Story irrelevant.
Insgesamt ist es eine spannende Geschichte mit lebensnahen Figuren und einer umfangreichen Umgebungsbeschreibung. Manche Örtlichkeit ließ sich für mich auch nach mehrmaligem Lesen nicht visualisieren. Das war schade, denn die Alleinlage des Hotels hoch über dem Meer ist einladend.
Doch lesen Sie selbst. Vielleicht bin ich einfach nur zu kritisch. Viel Spaß!
Die Charaktere der handelnden Personen sind lebensnah und wirken echt. Sie verhalten sich ihren Rollen entsprechend, die sich aufgrund ihrer Aufgabe in dem Hotel einnehmen. Dabei hat der Leser es leider auch mit Klischees zu tun, die allerdings nicht zu vermeiden sind, weil sie für den Handlungsverlauf wichtig sind. Sie nehmen großen Einfluss auf die emotionale Situation der Protagonistin. Wir finden hier: die nette Kollegin, den gut aussehenden Surferboy, die Gruppenzicke und die Mitläufer ohne Rückgrat. Und natürlich die Chefin, die mit harter Hand und gewaltigen Vorurteilen, sowie mächtig Druck von oben agiert.
Sie alle sorgen für ein alptraumhaftes Arbeitsumfeld hinter den Kulissen von schillerndem, verdorbenem Luxusleben der zahlenden Gäste. Auch hier werden Klischees bedient, die von einem Leben in vermeintlicher Sorglosigkeit erzählen, dabei aber den gesellschaftlichen Druck nach körperlicher Makellosigkeit widerspiegeln. Das in dem Resort keine Kinder zugelassen sind, ist für die Kinder sicher besser. Soviel Oberflächlichkeit verblendet.
Das hinter der Arbeit der Protagonistin als Yoga-Lehrerin eine Flucht steht, erfährt der Leser früh. Er ist geneigt von einem Ex-Lover auszugehen, ohne konkrete Hinweise. Angst als Fluchtimpuls.
Die Spannung wird während der Lektüre gehalten, aber leider gegen Ende nicht wesentlich gesteigert, was beim Leser mehr den Wunsch nach Abschluss des Buches hervorruft, denn ein Hecheln einsetzen lässt, das dem starken Drang nach Auflösung geschuldet ist. Das Ende finde ich etwas schwach und zum Teil konstruiert. SPOILER: Der Kliffhanger am Ende eröffnet lediglich die Möglichkeit, weiterführende Thriller zu schreiben, ist aber für die Auflösung dieser Story irrelevant.
Insgesamt ist es eine spannende Geschichte mit lebensnahen Figuren und einer umfangreichen Umgebungsbeschreibung. Manche Örtlichkeit ließ sich für mich auch nach mehrmaligem Lesen nicht visualisieren. Das war schade, denn die Alleinlage des Hotels hoch über dem Meer ist einladend.
Doch lesen Sie selbst. Vielleicht bin ich einfach nur zu kritisch. Viel Spaß!