Spannende Idee, aber nicht ganz überzeugend umgesetzt ...

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engineerwife Avatar

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Die Autorin Solveig-Marie Kastner entführt mich mit ihrem Debutroman an die portugiesische Algarve. Dort lerne ich in einem luxuriösen Beach Resort die Protagonisten Mia und Yanis kennen. Sie sind hier jedoch nicht als Urlaubsgäste gekommen, sondern verbringen ihre Tage arbeitenderweise, sie als Animateurin und Yogalehrerin, er als Barkeeper. Was für beide zum Traumjob werden sollte, entpuppt sich jedoch bald als Albtraum. Denn hinter der glänzenden Fassade des Luxusortes liegt eine zunehmend bedrückende Stimmung. Merkwürdige Ereignisse, unausgesprochene Geheimnisse und das Gefühl, dass nicht alles so ist, wie es scheint, lassen das Vertrauen nicht nur zwischen den Beiden bald bröckeln. Weder Mia noch Yanis scheinen alles über sich preiszugeben. Wer oder was steckt hinter den immer öfter auftretenden Zwischenfällen, die besonders Mia bald in Lebensgefahr bringen?

Das Platô Beach Resort bietet nicht nur der Autorin, sondern auch mir als Leserin ein perfektes Setting für einen Sommerthriller unter der heißen Sonne Portugals. Der Einstieg in die Story machte mich neugierig und hatte durchaus Potential. Leider wirkten viele Entwicklungen auf mich zunehmend konstruiert. Einige Wendungen waren für meinen Geschmack zu weit hergeholt und nicht immer nachvollziehbar – manches fühlte sich eher an den Haaren herbeigezogen als wirklich glaubwürdig aufgebaut. Dadurch fiel es mir schwer, vollständig in die Geschichte einzutauchen und mit den Figuren mitzufiebern.

Insgesamt steckt hinter dem vermeintlichen Thriller eine gute Idee, deren Potential nicht zu meiner Zufriedenheit ausgeschöpft wurde. Leider gibt es von mir für „Summer Heat“ deshalb nur drei von fünf möglichen Sternen.