Superspannend - wenn das Paradies die Hölle ist …

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
blackcat Avatar

Von

Mia arbeitet für eine Saison im exklusiven Platô Beach Resort an der Algarve an der Steilküste. Ihr geht es allerdings weder um die Erfahrung noch ums Geldverdienen, sie hat einen Plan …

Doch die bedrückende Atmosphäre lenkt sie ab und zermürbt sie: Alle begegnen ihr von Anfang an entweder genervt, abweisend, rücksichtslos, feindselig oder aufdringlich. Sie wird immer mutloser sowie ängstlicher, was zu einem Wiederaufleben dysfunktionaler Verhaltensweisen führt …

Dann häufen sich verstörende Vorkommnisse und als sie begreift, wo sie hineingeraten ist, verwandelt sich ihre Ohnmacht in etwas Gefährliches - gefährlich für sie selbst und andere.

Der intensive Erzählstil voller lebendiger Eindrücke hat mich sofort gepackt. Die unheilvolle Stimmung ist von Anfang an greifbar und die Andeutungen zu Mias Plan weckten meine Neugierig. Was Mia selbst angeht, war ich zwiegespalten: Einerseits empfand ich sie als verletzlich, aber tough, scharfsinnig sowie unabhängig, andererseits als leichtsinnig, naiv und emotional bedürftig. Ich hatte zwar den Eindruck, dass diese Extreme beabsichtigt sind, um das Starke im Schwachen zu zeigen, und ja, Menschen sind oft voller Widersprüche, gänzlich überzeugend fand ich persönlich es dennoch irgendwie nicht.

Die Handlung wird aus drei Perspektiven erzählt, ich kann aus Spoilergründen nur so viel verraten: Das Geschehen ist dadurch nonstop spannend und wendungsreich!

“Summer Heat” war für mich ganz anders als erwartet, da ungesunde Beziehungsdynamiken (Liebe, Lust & Leidenschaft) für meinen Geschmack zu viel Raum einnahmen. Doch es ist spannend gestaltet und allmählich fielen alle Puzzleteile an ihren Platz, ergaben schließlich ein stimmiges Gesamtbild, auch wenn ich ein, zwei Elemente nicht hundertprozentig plausibel fand. Der mitreißende Schreibstil, die mysteriösen Begebenheiten und die faszinierend verstörenden Figuren, haben mich immer weiter blättern lassen – ich habe das knapp 500-Seiten-Buch in nur zwei Zügen verschlungen! Das Ende ist in mehrfacher Hinsicht der Wahnsinn und die Thematik leider hochaktuell sowie relevant!