Sommerlektüre 2026?

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amygraf Avatar

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Der Roman entführt direkt an die raue, zugleich idyllische Küste von Cornwall und schafft mit St. Ives eine sommerliche Kulisse, die sofort Fernweh weckt. Zwischen goldenen Stränden, salziger Meeresluft und dem kleinen Strandkiosk, den Scarlett neu beleben möchte, entsteht eine Atmosphäre, die leicht und gleichzeitig emotional wirkt. Schon nach wenigen Seiten wird klar: Hier geht es nicht nur um einen Ortswechsel, sondern auch um einen Neuanfang im Leben.
Scarlett ist eine Figur, die mit viel Trotz und Hoffnung nach vorne blickt. Ihr Wunsch, in Cornwall endlich anzukommen und sich etwas Eigenes aufzubauen, macht sie sympathisch und nahbar. Jonah bildet dazu einen spannenden Gegenpol: Der Rettungsschwimmer mit abgebrochener Arztkarriere wirkt zunächst frei und ungebunden, doch auch er trägt offensichtlich seine eigene Geschichte mit sich herum. Die Begegnungen zwischen den beiden sind von einer spürbaren Anziehung geprägt, die immer wieder Konflikte hervorruft – besonders, weil Scarlett noch einen Freund in London hat und Jonah eigentlich gar keine Bindung sucht.
Der Leseeindruck verspricht eine gefühlvolle Sommergeschichte über zweite Chancen, mutige Entscheidungen und die Frage, ob man immer den vernünftigen Weg gehen sollte. Besonders reizvoll wirkt dabei das Setting am Meer, das die emotionale Dynamik der Figuren unterstreicht. Insgesamt hat der Roman großes Potenzial als atmosphärische Sommerlektüre, die Romantik, Sehnsucht und ein wenig Drama miteinander verbindet.