Ein Sommer in St. Ives

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kyra112 Avatar

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Scarlett ist auf der Suche nach ihrem „eigenen“ Leben und versucht sich als Kioskbesitzerin in Cornwall. Als das gründlich schief geht, versucht sie es auf andere Art und Weise. Dabei hilft ihr der eingeschworene Kreis in St. Ives, aber vor allem Rettungsschwimmer Jonah, der ihr noch aus Kindheitstagen bekannt ist.

„Summer Tides“ ist ein Sommerroman von Sarah Fulmar und der Auftakt der „Seasons by the Sea - Die St. Ives-Reihe“.

Die Optik des Buches ist sehr auffällig und sowohl außen als auch im Inneren toll gestaltet.

Schon der Einstieg in das Buch erschien mir etwas suspekt und naiv. Von nun an hatte es Scarlett schwer, mich von sich zu überzeugen. Wichtig ist hierbei, sich auf sie einzulassen und ihre Geschichte abzuwarten. Auch wenn ich das getan habe und ich sie besser verstehen konnte, muss ich zugeben, dass mich die Geschichte nicht ganz überzeugt hat.
Während Scarlett sehr naiv rüberkommt und sich unberechtigt klein machen lässt, trägt auch Jonah sein Päckchen mit sich herum. Hier konnte ich auch nicht nachvollziehen, warum genau er sich seine Geschichte so zu Herzen genommen hat und warum so viele Jahre innerhalb der Familie nicht miteinander darüber gesprochen wurde.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist der Zusammenhalt zwischen den eingeschworenen Menschen in St. Ives. Hier herrscht eine Vertrautheit und Unkompliziertheit, die auch auf Menschen übertragen wird, die nicht von dort stammen. Gleiches gilt für die Herzlichkeit von Jonahs Familie.

Das Ende der Geschichte hat mir wiederum sehr gut gefallen und wirkte sehr versöhnlich. Hier hätte ich gern erfahren, wie es so weitergeht, aber vielleicht erfährt man das in den nachfolgenden Bänden noch.

Mein Fazit: Ein Sommerroman, dem man eine Chance geben muss. Wer jedoch nicht zum pragmatischen und zur Abgeklärtheit neigt, sondern gerne verträumt oder romantisch geprägt ist, der ist hier absolut richtig. 
Meinerseits gibt es 3,5 Sterne.