Selbstfindung

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tkmla Avatar

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„Summer Tides“ von Sarah Fulmar ist der Auftakt ihrer Romance Reihe, die im wunderschönen Cornwall spielt.
Scarlett will endlich Ordnung in ihr etwas chaotisches Leben bringen und über den Sommer einen Strandkiosk in St. Ives betreiben. Mit dem Geld möchte sie danach ihr eigenes Business starten, nachdem sie sich bisher nur von Job zu Job geangelt hat. Doch schon kurz nach der Ankunft wird klar, dass sie sich wohl etwas zu naiv in diesen Plan gestürzt hat. Zum Glück hat sie ihre beste Freundin Emily und liebenswerte Einheimische, die ihr gern helfen. Zu diesen Helfern gehört auch der attraktive Jonah, der eigentlich Arzt ist, aber über den Sommer als Rettungsschwimmer arbeitet. Die Anziehung zwischen Jonah und Scarlett darf aber nicht sein, denn Scarlett hat eigentlich einen Freund und Jonah will in wenigen Wochen das Land verlassen.

Mit dem Setting kann Sarah Fulmar bei mir auf jeden Fall punkten, denn Cornwall geht immer und St. Ives ist einfach zauberhaft. Die sympathischen Locals sorgen schnell für eine warmherzige Wohlfühlatmosphäre, auch wenn sich für Scarlett die Hindernisse türmen.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und ich mag es, wenn beide Hauptcharaktere jeweils abwechselnd aus ihren jeweiligen Perspektiven erzählen.
Vom Verhalten hätte ich sowohl Scarlett als auch Jonah deutlich jünger eingeschätzt, als sie tatsächlich sein sollten. Scarlett ist mit ihrem spontanen Projekt wirklich ziemlich naiv und Jonah kommt mir auch nicht wie ein dreißigjähriger Unfallchirurg vor.
Ich brauchte etwas Zeit, um mit Scarlett warmzuwerden, aber ich fand ihre Entwicklung im Laufe der Handlung authentisch. Zum Glück wurde auch das Ende nicht zu kitschig und klischeehaft, sondern durchaus überzeugend. Scarlett und Jonah sind beide noch auf der Suche nach sich selbst und vielleicht finden sie sogar noch mehr.

Mein Fazit:
Guter Auftakt, der von mir gern eine Leseempfehlung bekommt!