Sommergefühle in Cornwall

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Der Roman Summer Tides von Sarah Fulmer erschien am 30. März 2026 im Lübbe Verlag. Auf 320 Seiten begleiten wir die Protagonistin Scarlett, die für einen Sommer zu ihrer Freundin Emily nach St. Ives zieht, um dort einen Strandkiosk zu betreiben.

Scarlett war mir von Anfang an sympathisch. Sie geht offen auf Menschen zu, hat ein großes Herz und ist eine Freundin, auf die man sich verlassen kann. Gleichzeitig ist sie aber auch sehr gutgläubig. Als sie sich auf einen mündlichen Mietvertrag für den Strandkiosk verlässt, bringt sie sich ungewollt in eine schwierige finanzielle Lage und muss plötzlich um ihre Existenz kämpfen.

Jonah, der männliche Protagonist, arbeitet als Rettungsschwimmer in St. Ives und gehört zur Familie Anderson. Aufgrund tragischer familiärer Ereignisse und eines Vorfalls aus seiner Zeit als Chirurg trägt auch er einige emotionale Belastungen mit sich. Trotzdem begegnet er Scarlett mit viel Verständnis, hört ihr zu und unterstützt sie, wo er nur kann. Die Anziehung zwischen den beiden ist schnell spürbar, doch bis sie sich wirklich näherkommen, müssen sie einige Hindernisse überwinden. Gerade diese langsame Entwicklung ihrer Beziehung hat mir gut gefallen.

Besonders überzeugt hat mich das Setting. Die Küste Cornwalls wird so atmosphärisch beschrieben, dass man beim Lesen sofort Urlaubsgefühle bekommt. Dazu kommt die Herzlichkeit, mit der Scarlett von den Bewohnern des Ortes und der Familie Anderson aufgenommen wird. Genau diese Mischung aus sommerlicher Atmosphäre, liebenswerten Figuren und einer gefühlvollen Liebesgeschichte macht Summer Tides für mich zu einem echten Wohlfühlroman.