Der Kampf um das echte Ich“

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„Wow – der Klappentext zu Sunset Flip hat mich sofort in den Ring gezogen! Joey Goebel erzählt von Auggie Schnuck, einem Wrestler, der als ‚The Aug‘ fast alles erreicht hat. Mit seiner großen Liebe Nadine plant er ein echtes Zuhause und will eigentlich zum Film – doch je besser das Leben läuft, desto mehr frisst ihn seine Wrestling-Persona auf.
Das klingt nach einer hochaktuellen Geschichte über Identität und Performanz: Wie viel von uns ist echt, und wann wird die Rolle, die wir spielen (im Job, in Social Media oder im Ring des Lebens), zur zweiten Haut, die wir nicht mehr ablegen können? Goebel mischt hier rohe Wrestling-Action mit zärtlichen Beziehungsmomenten und einer raffinierten Reflexion über Künstlichkeit, Erfolg und den schmalen Grat zum Wahnsinn. Der ‚Sunset Flip‘ als Metapher ist brillant – aus einer scheinbar aussichtslosen Lage doch noch den Sieg zu holen, oder dabei alles zu verlieren.
Ich liebe Goebels Stil schon seit früheren Büchern: intelligent, unterhaltsam und mit einem Schuss schwarzem Humor. Dieses Buch scheint genau die richtige Mischung aus Kampf, Gefühl und Gesellschaftskritik zu werden – perfekt für alle, die sich fragen, wo die Grenze zwischen echter Persönlichkeit und Inszenierung verläuft.