Ein eigenwilliger Protagonist
Der Autor Joey Goebel hat in seinem neusten Roman „Sunset Flip“ wieder einen ganz besonderen Charakter erschaffen. Auf 384 Seiten begleiten wir den Wrestler Auggie Schnuck, der an der Spitze seines Erfolgs steht. Im Wrestling läuft es - dank seines Gönners - hervorragend und in Nadine hat er die Liebe seines Lebens gefunden. Doch Auggie will mehr. Eine Spielzeugfigur von sich selbst und Wettkampferfolge reichen ihm nicht. Er will Schauspieler werden. Doch auf seinem Weg dahin wird er immer mehr zu seiner Kunstfigur „The Aug“ wobei Realität und Wahn verschwimmen.
Der Roman ist, wie bereits seine Vorgängerromane wie z.B. „Vincent“, im Diogenes Verlag als Hardcover erschienen. Der Titel könnte dabei kaum passender sein, da ein „Sunset Flip“ im Wrestling einen klassischen Überraschungsangriff bezeichnet, bei dem der Gegner binnen kürzester Zeit und auf spektakuläre Weise „gepinnt“ wird.
Wie so oft in den Romanen von Joey Goebel ist auch hier der Protagonist eine tragische und eigenwillige Figur.
Einerseits will er sich mit seinem Erfolg nicht zufrieden geben und immer höher hinaus, gleichzeitig traut er seinem eigenen Glück nicht und steht sich selbst im Weg. In dem Roman geht es aber nicht nur um den Sport, sondern viel mehr um die Verwirklichung der eigenen Träume, um Ruhm und Liebe.
Besonders die Kulisse ist spannend, da man als Leser in die ganz eigene Welt des Wrestlings eintaucht. Auch die Zeit der 80er Jahre wird von dem Autor realistisch dargestellt und verleiht der Geschichte einen ganz eigenen Charme. Ich mochte auch die vielen kleinen gut beschriebenen Alltagsmomente - insbesondere zwischen Auggie und Nadine. Man fiebert mit Auggie mit, selbst wenn man ihn nicht uneingeschränkt leiden mag.
Insgesamt ist „Sunset Flip“ wieder ein sehr unterhaltsamer Roman, der aber nicht zu leicht ist, sondern einen auch nachdenklich zurücklässt. Ich kann mir die Geschichte auch sehr gut als Film vorstellen und muss ohnehin sagen, dass es Joey Goebel gelingt, sehr filmreich zu erzählen.
Der Roman ist, wie bereits seine Vorgängerromane wie z.B. „Vincent“, im Diogenes Verlag als Hardcover erschienen. Der Titel könnte dabei kaum passender sein, da ein „Sunset Flip“ im Wrestling einen klassischen Überraschungsangriff bezeichnet, bei dem der Gegner binnen kürzester Zeit und auf spektakuläre Weise „gepinnt“ wird.
Wie so oft in den Romanen von Joey Goebel ist auch hier der Protagonist eine tragische und eigenwillige Figur.
Einerseits will er sich mit seinem Erfolg nicht zufrieden geben und immer höher hinaus, gleichzeitig traut er seinem eigenen Glück nicht und steht sich selbst im Weg. In dem Roman geht es aber nicht nur um den Sport, sondern viel mehr um die Verwirklichung der eigenen Träume, um Ruhm und Liebe.
Besonders die Kulisse ist spannend, da man als Leser in die ganz eigene Welt des Wrestlings eintaucht. Auch die Zeit der 80er Jahre wird von dem Autor realistisch dargestellt und verleiht der Geschichte einen ganz eigenen Charme. Ich mochte auch die vielen kleinen gut beschriebenen Alltagsmomente - insbesondere zwischen Auggie und Nadine. Man fiebert mit Auggie mit, selbst wenn man ihn nicht uneingeschränkt leiden mag.
Insgesamt ist „Sunset Flip“ wieder ein sehr unterhaltsamer Roman, der aber nicht zu leicht ist, sondern einen auch nachdenklich zurücklässt. Ich kann mir die Geschichte auch sehr gut als Film vorstellen und muss ohnehin sagen, dass es Joey Goebel gelingt, sehr filmreich zu erzählen.