Interessanter Werdegang

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bobbember Avatar

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„Sunset Flip“ hat mich positiv überrascht. Wrestling ist eigentlich überhaupt nicht mein Thema, deshalb war ich zunächst unsicher, ob mich die Geschichte wirklich packen kann. Am Ende habe ich das Buch aber sehr gerne gelesen.

Im Mittelpunkt steht Auggie, der als Wrestler kurz davor ist, alles zu haben, wovon er immer geträumt hat. Auch privat scheint mit Nadine alles in die richtige Richtung zu gehen. Doch je erfolgreicher er wird, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen ihm selbst und seiner Wrestling-Figur „The Aug“. Dabei stellt sich immer stärker die Frage, wer Auggie eigentlich wirklich ist und was von seinen Träumen übrig bleibt, wenn sie Realität werden.

Besonders gelungen fand ich die Atmosphäre und die Art, wie der Roman Themen wie Identität, Selbstinszenierung und die Schattenseiten von Erfolg behandelt. Die Geschichte ist raffiniert erzählt und schafft es, sowohl die Härte des Wrestling-Geschäfts als auch die zarten, emotionalen Momente glaubwürdig einzufangen.

Mit Auggie selbst hatte ich allerdings nicht immer einen leichten Zugang. Seine Gedanken und Entscheidungen blieben für mich stellenweise etwas auf Distanz, weshalb ich mich nicht vollständig mit ihm verbunden gefühlt habe. Trotzdem hat mich seine Entwicklung interessiert und ich wollte unbedingt wissen, wie seine Geschichte weitergeht.

Insgesamt ist „Sunset Flip“ ein ungewöhnlicher und lesenswerter Roman, der auch Menschen ansprechen kann, die mit Wrestling eigentlich wenig anfangen können. Für mich ein starkes Buch mit interessanten Themen und einer ganz eigenen Atmosphäre.