Leider nichts für mich

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jessy1968 Avatar

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„Auggie“ war für mich gleich in mehrfacher Hinsicht ein erstes Mal: mein erster Sportroman, mein erstes Buch aus dem Diogenes‑Verlag und mein erstes Werk von Joey Goebel. Der Klappentext versprach eine intensive, emotionale Geschichte über einen Protagonisten, der immer mehr in seiner Wrestling‑Figur aufgeht – genau das hat meine Neugier geweckt.

Mir war bewusst, dass Diogenes‑Romane sprachlich und inhaltlich oft anspruchsvoller sind, und gerade deshalb wollte ich mich darauf einlassen. Der Einstieg fiel mir jedoch schwerer als erwartet. Schon im ersten Kapitel brauchte ich Zeit, um zu verstehen, worüber Auggie und Nadine sprechen, wer gerade spricht und was genau gemeint ist. Diese anfängliche Orientierungslosigkeit hat meinen Lesefluss gebremst, obwohl der Schreibstil an sich angenehm und stellenweise sehr bildhaft ist. Auggie und Nadine mochte ich sofort – als Figuren und als Paar.

In den folgenden Kapiteln wird die Erzählung zeitlich versetzt, was grundsätzlich spannend sein kann, mich hier aber erneut aus dem Rhythmus gebracht hat. Dazu kommen viele Begriffe und Details aus der Wrestling‑Szene, mit denen ich wenig anfangen konnte. Dadurch fiel es mir zunehmend schwer, der Handlung zu folgen, obwohl das Buch optisch – Absatzgestaltung, Schriftbild – sehr lesefreundlich ist.

Am Ende musste ich mir eingestehen, dass dieses Buch mich nicht erreicht hat. Mein Versuch, mich an einen sprachlich und thematisch anspruchsvolleren Roman zu wagen, ist diesmal gescheitert. Vielleicht kommt der richtige Moment dafür noch – aber dieses Buch konnte mich leider nicht abholen.