Mehr als Muskeln und Masken – aber nicht ganz makellos
Joey Goebel ist für mich einer dieser Autoren, bei dem ich nie ganz weiß, was mich erwartet – und das ist meistens ein gutes Zeichen. Sunset Flip hat mich größtenteils überzeugt, auch wenn ich ein paar kleine Abstriche machen muss.
Im Mittelpunkt steht Auggie Schnuck, ein Wrestler aus ärmsten Verhältnissen, der sich durch Ehrgeiz nach oben gekämpft hat. Er hat fast alles: seinen Erfolg im Ring, seine große Liebe Nadine, den Plan für eine gemeinsame Zukunft. Aber je mehr er erreicht, desto mehr verliert er sich in seiner Kunstfigur „The Aug" – bis die Grenze zwischen Auggie und The Aug kaum noch zu erkennen ist.
Goebel macht daraus etwas Subtileres als eine typische Ruhm-und-Absturz-Geschichte. Wrestling als Metapher für die große Performanz des Alltags – das funktioniert überraschend gut. Und die Liebesgeschichte zwischen Auggie und Nadine hat echte Zärtlichkeit, die den Roman erdet.
Was mich etwas gebremst hat: In der Mitte verliert die Geschichte ein bisschen an Fahrt. Manche Passagen hätten straffer sein können, und Auggie ist nicht immer leicht zu mögen – was beabsichtigt sein mag, aber manchmal die Distanz etwas zu groß werden lässt.
Trotzdem: ein kluger, eigenwilliger Roman, der mehr bietet als sein ungewöhnliches Setting vermuten lässt. Vier von fünf Sternen.
Im Mittelpunkt steht Auggie Schnuck, ein Wrestler aus ärmsten Verhältnissen, der sich durch Ehrgeiz nach oben gekämpft hat. Er hat fast alles: seinen Erfolg im Ring, seine große Liebe Nadine, den Plan für eine gemeinsame Zukunft. Aber je mehr er erreicht, desto mehr verliert er sich in seiner Kunstfigur „The Aug" – bis die Grenze zwischen Auggie und The Aug kaum noch zu erkennen ist.
Goebel macht daraus etwas Subtileres als eine typische Ruhm-und-Absturz-Geschichte. Wrestling als Metapher für die große Performanz des Alltags – das funktioniert überraschend gut. Und die Liebesgeschichte zwischen Auggie und Nadine hat echte Zärtlichkeit, die den Roman erdet.
Was mich etwas gebremst hat: In der Mitte verliert die Geschichte ein bisschen an Fahrt. Manche Passagen hätten straffer sein können, und Auggie ist nicht immer leicht zu mögen – was beabsichtigt sein mag, aber manchmal die Distanz etwas zu groß werden lässt.
Trotzdem: ein kluger, eigenwilliger Roman, der mehr bietet als sein ungewöhnliches Setting vermuten lässt. Vier von fünf Sternen.