Wrestling, Wahnsinn und der American Dream
Obwohl mich Wrestling eigentlich kaum interessiert, hat mich die Geschichte um Augustine „Auggie“ Schnuck schnell gepackt. Der Roman startet 1989, als Auggie als Wrestler „The Aug“ in Kalifornien unterwegs ist. In den folgenden Kapiteln begleitet man ihn durch seine Karriere, seine Beziehung zu Nadine und den immer größer werdenden Druck innerhalb dieser exzentrischen Wrestling-Welt.
Besonders stark fand ich, wie Joey Goebel den amerikanischen Traum thematisiert „Vom Tellerwäscher zum Millionär - durch harte Arbeit“. Auggie kommt aus einfachen Verhältnissen und träumt von einem besseren Leben – Haus, Familie, vielleicht sogar Hollywood. Gleichzeitig zeigt das Buch aber auch gnadenlos, was dieser Traum Menschen abverlangen kann. 300 Tage im Jahr unterwegs zu sein, ständig Erwartungen erfüllen zu müssen und dabei immer mehr die eigene Identität zu verlieren, wird hier eindringlich dargestellt.
Auggie selbst ist dabei eine spannende Figur. Eigentlich eher ruhig und sympathisch, verwandelt er sich als „The Aug“ zunehmend in jemanden, bei dem die Grenzen zwischen Rolle und Realität verschwimmen. Gerade dieser psychologische Aspekt war für mich das Highlight des Romans. Man merkt früh, dass die Geschichte wahrscheinlich nicht gut enden wird, fiebert aber trotzdem mit ihm und Nadine mit, weil ihre Wünsche und Träume so bodenständig und nachvollziehbar wirken.
Das Einzige, was mich manchmal etwas rausgebracht hat, war die sprunghafte Erzählweise. Trotzdem bleibt „Sunset Flip“ für mich ein sehr besonderes, ungewöhnliches und psychologisch dichtes Buch, das weit mehr ist als nur ein Roman über Wrestling.
Besonders stark fand ich, wie Joey Goebel den amerikanischen Traum thematisiert „Vom Tellerwäscher zum Millionär - durch harte Arbeit“. Auggie kommt aus einfachen Verhältnissen und träumt von einem besseren Leben – Haus, Familie, vielleicht sogar Hollywood. Gleichzeitig zeigt das Buch aber auch gnadenlos, was dieser Traum Menschen abverlangen kann. 300 Tage im Jahr unterwegs zu sein, ständig Erwartungen erfüllen zu müssen und dabei immer mehr die eigene Identität zu verlieren, wird hier eindringlich dargestellt.
Auggie selbst ist dabei eine spannende Figur. Eigentlich eher ruhig und sympathisch, verwandelt er sich als „The Aug“ zunehmend in jemanden, bei dem die Grenzen zwischen Rolle und Realität verschwimmen. Gerade dieser psychologische Aspekt war für mich das Highlight des Romans. Man merkt früh, dass die Geschichte wahrscheinlich nicht gut enden wird, fiebert aber trotzdem mit ihm und Nadine mit, weil ihre Wünsche und Träume so bodenständig und nachvollziehbar wirken.
Das Einzige, was mich manchmal etwas rausgebracht hat, war die sprunghafte Erzählweise. Trotzdem bleibt „Sunset Flip“ für mich ein sehr besonderes, ungewöhnliches und psychologisch dichtes Buch, das weit mehr ist als nur ein Roman über Wrestling.