Zwischen Ringrolle und Identitätskonflikt
Auggie Schnuck ist Wrestler und als „The Aug“ bekannt. Im Ring verkörpert er den harten Kerl, doch privat zeigt er bei seiner großen Liebe Nadine seine zarte Seite. Gemeinsam will er sich mit ihr ein Leben aufbauen und außerdem seinen Traum verfolgen, Schauspieler zu werden. Doch mit der Zeit scheint er sich immer mehr in der Rolle von „The Aug“ zu verlieren. Die Grenzen zwischen Auggie als Privatmensch und „The Aug“ als Wrestler verschwimmen zunehmend – und gefährden sowohl sein Glück mit Nadine als auch seine Zukunftspläne.
Die Stärke von „Sunset Flip“ liegt vor allem in diesem Spannungsfeld zwischen den beiden Rollen Auggies und darin, wie sie sich gegenseitig beeinflussen und ineinander übergehen, sehr zum Leidwesen seiner Beziehung zu Nadine. Man begleitet die beiden über mehrere Jahre hinweg, verfolgt gebannt, wie sich ihr gemeinsames Leben verändert, und wird Teil der Herausforderungen, die das Leben eines Wrestlers mit sich bringt, der im Ring eine Rolle spielt.
Durch die Erzählweise, die zwischen verschiedenen Zeitpunkten springt, wird man Zeuge von Auggies Entwicklung und hofft, dass sich alles zum Guten wendet. Kapitel aus Nadines Perspektive geben dabei zusätzliche Einblicke in Auggies psychische und physische Veränderungen. Besonders gut gefallen haben mir die vielen authentisch wirkenden Dialoge, die einen Großteil der Figurenzeichnung tragen. Im Gegensatz dazu wirkt der Schreibstil abseits der Dialoge stellenweise etwas zu nüchtern und beschreibend, wodurch es gelegentlich an emotionaler Tiefe fehlt.
Diese fehlende emotionale Nähe ist für mich auch die größte Schwäche des Romans. Durch die Zeitsprünge verweilt man nie lange genug in einer bestimmten Lebensphase von Auggie und Nadine, sodass vieles nur angerissen bleibt. Zwar bekommt man ein Gefühl für das Innenleben der Figuren, insbesondere für Auggies Kampf, die Grenzen zwischen Fiktion und Realität nicht zu verlieren, doch insgesamt wäre hier noch mehr emotionale Tiefe möglich gewesen.
Trotz dieser kleinen Schwäche liest sich „Sunset Flip“ insgesamt fesselnd und schafft es, eine gewisse Nähe zu den Charakteren aufzubauen. Auch der Einblick in die Wrestling-Industrie macht den Roman besonders interessant. Ein etwas längeres Verweilen in einzelnen Zeitabschnitten hätte der Geschichte jedoch zusätzlich gutgetan.
Die Stärke von „Sunset Flip“ liegt vor allem in diesem Spannungsfeld zwischen den beiden Rollen Auggies und darin, wie sie sich gegenseitig beeinflussen und ineinander übergehen, sehr zum Leidwesen seiner Beziehung zu Nadine. Man begleitet die beiden über mehrere Jahre hinweg, verfolgt gebannt, wie sich ihr gemeinsames Leben verändert, und wird Teil der Herausforderungen, die das Leben eines Wrestlers mit sich bringt, der im Ring eine Rolle spielt.
Durch die Erzählweise, die zwischen verschiedenen Zeitpunkten springt, wird man Zeuge von Auggies Entwicklung und hofft, dass sich alles zum Guten wendet. Kapitel aus Nadines Perspektive geben dabei zusätzliche Einblicke in Auggies psychische und physische Veränderungen. Besonders gut gefallen haben mir die vielen authentisch wirkenden Dialoge, die einen Großteil der Figurenzeichnung tragen. Im Gegensatz dazu wirkt der Schreibstil abseits der Dialoge stellenweise etwas zu nüchtern und beschreibend, wodurch es gelegentlich an emotionaler Tiefe fehlt.
Diese fehlende emotionale Nähe ist für mich auch die größte Schwäche des Romans. Durch die Zeitsprünge verweilt man nie lange genug in einer bestimmten Lebensphase von Auggie und Nadine, sodass vieles nur angerissen bleibt. Zwar bekommt man ein Gefühl für das Innenleben der Figuren, insbesondere für Auggies Kampf, die Grenzen zwischen Fiktion und Realität nicht zu verlieren, doch insgesamt wäre hier noch mehr emotionale Tiefe möglich gewesen.
Trotz dieser kleinen Schwäche liest sich „Sunset Flip“ insgesamt fesselnd und schafft es, eine gewisse Nähe zu den Charakteren aufzubauen. Auch der Einblick in die Wrestling-Industrie macht den Roman besonders interessant. Ein etwas längeres Verweilen in einzelnen Zeitabschnitten hätte der Geschichte jedoch zusätzlich gutgetan.