Eine fesselnde Abrechnung im englischen Winter

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davina Avatar

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Der Beginn dieses Buches hat mich von der ersten Seite an absolut in den Bann gezogen. Die Geschichte steigt sofort mit einer enormen, fast unheimlichen Spannung ein: Eine scheinbar normale Mutter in einem beschaulichen englischen Dorf plant akribisch das Verlassen ihrer Familie, um einen Mann zu erschießen, der nach 18 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird. Dieser Kontrast zwischen der liebevollen Fürsorge für ihre Kinder und der eiskalten Entschlossenheit, mit einer Beretta im Gepäck Rache für ihre tote Schwester zu nehmen, erzeugt eine faszinierende, düstere Dynamik, die mich sofort gepackt hat.
Die Sprache ist atmosphärisch dicht, präzise und voller bildhafter Details. Die Autorin schafft es meisterhaft, die winterliche, trübe Kulisse von Wiltshire und London spürbar zu machen. Besonders stark sind die psychologischen Nuancen – die nüchterne, fast klinische Ruhe der Protagonistin Bridget, während sie ihr Vorhaben plant, spiegelt sich perfekt in der klaren, unaufgeregten und dennoch emotional tiefgründigen Wortwahl wider. Auch die Rückblenden in ihre eigene, von Ablehnung geprägte Kindheit sind sprachlich feinfühlig und berührend gezeichnet.
Nach dem Ende der Leseprobe ist mein Interesse an der Geschichte riesig. Der Text bricht genau in dem Moment ab, als Bridget dem Mörder ihrer Schwester im Bus so nahe ist, dass sie ihn fast berühren kann. Ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht: Wird sie ihren Plan in die Tat umsetzen? Wer ist die mysteriöse junge Frau an der Seite des Entlassenen? Und vor allem: Welche Wahrheit verbirgt sich hinter der Vergangenheit? Dieses Buch muss ich definitiv weiterlesen.