Mehr Fragen als Gewissheiten

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apfelmaus Avatar

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Der erste Satz hat mich direkt erwischt. Nicht nur wegen seiner Wucht, sondern weil danach erst einmal ein völlig normaler Morgen folgt. Genau dieser Kontrast hat bei mir für eine ständige Anspannung gesorgt. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass Birdie zwar ihren Alltag lebt, gedanklich aber schon längst woanders ist.

Besonders mochte ich die vielen kleinen Details. Die verschneite Landschaft, die Gespräche mit den Kindern oder die Gedanken über ihre Familie haben die Geschichte für mich sehr greifbar gemacht. Dadurch wirkte Birdie nicht wie eine Romanfigur, sondern wie ein echter Mensch, der seit Jahren etwas mit sich herumträgt.

Am meisten beschäftigt mich allerdings, dass die Leseprobe schon früh kleine Risse in Birdies Überzeugungen andeutet. Ich hatte mehrfach den Eindruck, dass hinter der Geschichte noch viel mehr steckt, als man zunächst vermutet. Genau das macht für mich den Reiz aus. Ich möchte unbedingt wissen, was damals wirklich passiert ist und ob Birdie am Ende vielleicht mit ganz anderen Wahrheiten konfrontiert wird, als sie erwartet.

Die Mischung aus bedrückender Stimmung, starken Bildern und dieser unterschwelligen Unsicherheit hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht.