Anders als erwartet
„Sunshine Man“ von Emma Stonex unterscheidet sich völlig von dem, was ich erwartet hatte und auch das Ende hielt eine Überraschung bereit.
Birdie verlor vor vielen Jahren ihre Schwester durch ein Gewaltverbrechen. Der mutmaßliche Täter, Jimmy Maguire, saß allerdings wegen einer anderen Tat im Gefängnis und steht nun kurz vor seiner Entlassung, ohne je gestanden zu haben. Getrieben von dem Wunsch nach Vergeltung greift Birdie zur Waffe: Sie verlässt ihre Familie, reist Jimmy hinterher und begegnet dabei den Schatten der Vergangenheit.
Die Geschichte entfaltet sich aus wechselnden Perspektiven und auf verschiedenen Zeitebenen. Nach und nach fügt sich ein Gesamtbild zusammen, das sich immer wieder überraschend wandelt. Emma Stonex wählt ein ruhiges Erzähltempo voller Tiefe und Atmosphäre, in dem die Frage nach der Schuld von allen Seiten beleuchtet wird. Die gezeigten Familienverhältnisse sind auf beiden Seiten drückend und bieten denkbar schlechte Voraussetzungen fürs Leben. Es gibt hier kein einfaches Schwarz oder Weiß – fast alles bewegt sich in Nuancen von Grau. Auch scheinbar Unschuldige tragen eine schwere Last, während die Schuldigen ganz andere Fassetten offenbaren.
Trotz einzelner Längen entwickelte das Buch eine enorme Sogwirkung und trieb mich förmlich durch die Seiten. Keine leichte Lektüre, aber ein meisterhaft erzähltes Werk mit tiefgreifenden Erkenntnissen.
Birdie verlor vor vielen Jahren ihre Schwester durch ein Gewaltverbrechen. Der mutmaßliche Täter, Jimmy Maguire, saß allerdings wegen einer anderen Tat im Gefängnis und steht nun kurz vor seiner Entlassung, ohne je gestanden zu haben. Getrieben von dem Wunsch nach Vergeltung greift Birdie zur Waffe: Sie verlässt ihre Familie, reist Jimmy hinterher und begegnet dabei den Schatten der Vergangenheit.
Die Geschichte entfaltet sich aus wechselnden Perspektiven und auf verschiedenen Zeitebenen. Nach und nach fügt sich ein Gesamtbild zusammen, das sich immer wieder überraschend wandelt. Emma Stonex wählt ein ruhiges Erzähltempo voller Tiefe und Atmosphäre, in dem die Frage nach der Schuld von allen Seiten beleuchtet wird. Die gezeigten Familienverhältnisse sind auf beiden Seiten drückend und bieten denkbar schlechte Voraussetzungen fürs Leben. Es gibt hier kein einfaches Schwarz oder Weiß – fast alles bewegt sich in Nuancen von Grau. Auch scheinbar Unschuldige tragen eine schwere Last, während die Schuldigen ganz andere Fassetten offenbaren.
Trotz einzelner Längen entwickelte das Buch eine enorme Sogwirkung und trieb mich förmlich durch die Seiten. Keine leichte Lektüre, aber ein meisterhaft erzähltes Werk mit tiefgreifenden Erkenntnissen.