Hervorragendes Sozialdrama mit tempo- und spannungsgeladenem Schluss
Der Roman "Sunshineman" von Emma Stonex fängt langsam und mit tiefem Blick in die Seelen der Protagonisten an. Da braucht es am Anfang etwas Geduld, aber der tiefe Blick lohnt sich, denn das Buch entwickelt sich zum wahren Pageturner. Insbesondere im letzten Drittel konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Bereits am Anfang setzt die Autorin ein Ausrufezeichen. "Die Woche, in der ich einem Mann in den Kopf schoss, fing ganz normal an." so Birdie, die weibliche Hauptfigur des Romans. Ganz normal ist aber gar nichts. Weder dass James Maguire 18 Jahre im Gefängnis sitzt - für den brutalen Mord an der liebenswerten, kleinen Providence. Und das obwohl der Mord von seinem Freund Floyd begangen worden sein soll. Noch dass Birdie 18 Jahre hasserfüllt auf seine Freilassung wartet, um ihn, den Mörder ihrer kleinen Schwester, umzubringen. Kaltblütig verlässt sie Mann und Kinder, um James vom Gefängnistor aus zu folgen und ihn bei passender Gelegenheit zu erschießen.
In erschütternden Rückblicken erfährt man immer mehr über die Lebenswege von James und Birdie,deren Schicksale durch ihre Liebe zu der kleinen Providence und erst recht durch ihre brutale Ermordung für immer miteinander verschlungen sind. Ihre Charaktere sind tief in ihr soziales Umfeld eingebettet und psychologisch hervorragend ausgearbeitet. Es gibt keine Schwarzweißmalerei und die Grenzen zwischen Gut und Böse verlaufen schwimmend. Eindeutig spielt dagegen die Farbe "gelb" eine Rolle. Gelb wie die Sonne und das Licht, aber auch gelb wie Neid, Eifersucht und Mißgunst. Der titelgebende Sunshine Man (auch wieder gelb) taucht immer wieder auf. In der ländlichen Gegend, in Birdies jugendlichen Albträumen und als stiller Zeuge von James und Floyds Freundschaft. Aber erst ganz am Ende erfährt man, welche Rolle er wirklich spielt und man ist wirklich überrascht. Toll gemacht!
Fazit: Ich kann den Roman sehr empfehlen. Aber ein herkömmlicher Thriller ist er nicht. Er ist ein hervorragend geschriebenes Sozial- und Psychodrama. Er ist erschütternd, im letzten Drittel sehr spannend und trotz aller Düsternis nicht ohne Lichtblicke. 4-5 Sterne!
Bereits am Anfang setzt die Autorin ein Ausrufezeichen. "Die Woche, in der ich einem Mann in den Kopf schoss, fing ganz normal an." so Birdie, die weibliche Hauptfigur des Romans. Ganz normal ist aber gar nichts. Weder dass James Maguire 18 Jahre im Gefängnis sitzt - für den brutalen Mord an der liebenswerten, kleinen Providence. Und das obwohl der Mord von seinem Freund Floyd begangen worden sein soll. Noch dass Birdie 18 Jahre hasserfüllt auf seine Freilassung wartet, um ihn, den Mörder ihrer kleinen Schwester, umzubringen. Kaltblütig verlässt sie Mann und Kinder, um James vom Gefängnistor aus zu folgen und ihn bei passender Gelegenheit zu erschießen.
In erschütternden Rückblicken erfährt man immer mehr über die Lebenswege von James und Birdie,deren Schicksale durch ihre Liebe zu der kleinen Providence und erst recht durch ihre brutale Ermordung für immer miteinander verschlungen sind. Ihre Charaktere sind tief in ihr soziales Umfeld eingebettet und psychologisch hervorragend ausgearbeitet. Es gibt keine Schwarzweißmalerei und die Grenzen zwischen Gut und Böse verlaufen schwimmend. Eindeutig spielt dagegen die Farbe "gelb" eine Rolle. Gelb wie die Sonne und das Licht, aber auch gelb wie Neid, Eifersucht und Mißgunst. Der titelgebende Sunshine Man (auch wieder gelb) taucht immer wieder auf. In der ländlichen Gegend, in Birdies jugendlichen Albträumen und als stiller Zeuge von James und Floyds Freundschaft. Aber erst ganz am Ende erfährt man, welche Rolle er wirklich spielt und man ist wirklich überrascht. Toll gemacht!
Fazit: Ich kann den Roman sehr empfehlen. Aber ein herkömmlicher Thriller ist er nicht. Er ist ein hervorragend geschriebenes Sozial- und Psychodrama. Er ist erschütternd, im letzten Drittel sehr spannend und trotz aller Düsternis nicht ohne Lichtblicke. 4-5 Sterne!