Ich wusste irgendwann selbst nicht mehr, wem ich glauben soll

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t-uli Avatar

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„Die Woche, in der ich einem Mann in den Kopf schoss, fing ganz normal an.“

Mit diesem ersten Satz hatte mich Sunshine Man sofort. Ich war direkt neugierig und wollte wissen, wie es dazu kommen konnte. Leider konnte das Buch dieses Tempo für mich nicht durchgehend halten.

Besonders gut gefallen hat mir die Erzählweise aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Dadurch bekommt man nach und nach immer neue Einblicke in die Geschichte und beginnt, die Ereignisse und vor allem Jimmy immer wieder anders zu bewerten. Am Anfang ist man überzeugt, dass Jimmy ein kaltblütiger Mörder ist. Mit der Zeit kommen allerdings immer mehr Zweifel auf und plötzlich fragt man sich, ob er vielleicht doch unschuldig im Gefängnis saß. Genau dieses Spiel mit der eigenen Wahrnehmung fand ich sehr gelungen. Wie sich die Geschichte letztendlich auflöst, verrate ich natürlich nicht.

Etwas anstrengend fand ich dagegen die Auszüge aus Jimmys Gruppentherapiesitzungen. Die Sprache war für mich teilweise sehr holprig, wodurch sich diese Passagen ziemlich zäh gelesen haben.

Auch insgesamt hatte das Buch für mich leider einige Längen. An mehreren Stellen hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte nicht richtig vorankommt. Ich war sogar ein paar Mal kurz davor, das Buch abzubrechen. Dabei fand ich die eigentliche Story und die Wendungen wirklich gelungen – ich hätte mir nur gewünscht, dass alles etwas kompakter erzählt worden wäre.

Mein Fazit: Sunshine Man hat eine interessante Geschichte, spannende Wendungen und eine Erzählweise, die mich immer wieder dazu gebracht hat, meine Meinung über die Figuren und die Geschehnisse zu hinterfragen. Die Längen haben meinen Lesespaß allerdings deutlich geschmälert.