Mal etwas ganz andere - von Anke aus Ludwigshafen

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Mal etwas ganz andere - von Anke aus Ludwigshafen


Ich habe das Buch innerhalb von knapp 3 Tagen gelesen. Der Schreibstil ist unheimlich flüssig, locker und leicht, sodass man
regelrecht durch die Seiten fliegt. Das Cover ist in meinen Augen perfekt gewählt. Das Motiv drückt das Geschehen des Krimis
aus. Wobei ich noch eine Vogelscheuche in Schattenform hinzugefügt hätte. Aber das ist Geschmacksache.

Es ist eine Geschichte über Trug, Verlust und Trauer. Der Krimi spielt Ende der 80er Jahre. Zu Beginn der Erzählung erfährt man einiges von Birdie, deren Halb-Schwester vor
18 Jahren ermordet wurde. Sie hat einen wundervollen Mann und 2 Kinder. Aber trotzdem hat sie immer im Kopf: dass sie den Mörder, sollte er entlassen werden, umbringt.
Man erfährt einiges über sie und ihre Gedanken. Sie engagiert eine Privatdetektivin, sodass sie immer auf dem Laufenden ist. Sie möchte genau wissen, wann James Maguiere (der Mörder)
genau entlassen wird. Denn sie möchte sich rächen und endlich das Kapitel "Providence" (Name ihrer kleinen Halb-Schwester) ruhen lassen.

Im nächsten Erzählabschnitt erfährt man vielen von James, seiner Kindheit. Vor allem von seiner Herkunft, seiner kriminellen Familie. Er ist eigentlich ein sehr lieber Junge gewesen und
in einer "falschen" Familie aufgewachsen. War es vorprogrammiert, dass er auch mal Kriminell wird, wie seine Brüder? Denn er ist in einem lieblosen Elternhaus aufgewachsen. Selbst
die Mutter konnte ihn von den Schlägen des Vaters nicht schützen.

Birdie und Providence wachsen beide bei ihrer Großmutter auf. Bekommen sehr viel liebe, die sie von ihrer Mutter auch nicht erhalten. Beide wissen noch nicht einmal, wer ihr Vater ist.
Und trotzdem werden beide nicht kriminell. Da sieht man mal wieder, wie stark die (Mutter)-Liebe sich auf ein Kind auswirkt.

Gut, zwischendurch fand ich das Buch mal ein bisschen langweilig. Weil ich so einiges wiederholt hat. Dabei konnte ich mich als Leser noch sehr gut an die Seiten zuvor erinnern.
Denn die Gedanken von James drehen sich immer wieder im Kreis, was sehr ermüdend ist. Das zieht sich zu lange hin. Daher gibt es bei mir keine Vollpunktzahl.

Aber der Schluss, den ich fast genauso vermutet hätte, war grandios.