Ruhe vor dem Sturm

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dielesekatze Avatar

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Der Romanauszug hat auf mich einen spannenden und zugleich nachdenklichen Eindruck gemacht. Schon der Beginn erzeugt Spannung, weil Sara Harmsen von einem ungewöhnlichen Geräusch geweckt wird. Als Leser fragt man sich sofort, was hinter dem Schaben steckt. Die anschließende Entdeckung des Fuchses im Hühnerstall sorgt für einen dramatischen Einstieg und macht neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte.

Die detaillierten Beschreibungen der Landschaft und des Flusses schaffen eine ruhige, fast idyllische Atmosphäre. Gleichzeitig wird immer wieder angedeutet, dass Konflikte unter der Oberfläche lauern. Besonders der Streit um den Bau einer Brücke und die wirtschaftlichen Sorgen wegen des niedrigen Wasserstands zeigen, dass Sara unter großem Druck steht.

Besonders interessant fand ich die Hauptfigur Sara. Sie wirkt unabhängig, naturverbunden und stark, gleichzeitig aber auch verletzlich. Ihr Alltag auf dem abgelegenen Grundstück, die Verantwortung für die Fähre und ihre enge Beziehung zu den Tieren zeigen, dass sie ein einfaches, aber nicht leichtes Leben führt. Die Szene, in der sie ihr verletztes Lieblingshuhn Didyma töten muss, hat mich berührt, weil deutlich wird, wie sehr ihr die Tiere am Herzen liegen.